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Zeitzeuge, Kategorie: news
Kategorie: news
erstellt: 2019-04-09 von: zeitzeuge

Wird die Welt wiede Zeuge eines „arabischen Frühlings“? Erinnerungen an das dramatische Jahr 2011 werden wach, als in Tunesien, Ägypten, Libyen und schließlich Syrien Bevökerungsunruhen ausbrachen und es zu Regimewechseln kam, die der Westen mitbefeuerte. Plötzlich schien es, als ob das liberale westliche Demokratiemodell auch auf die Staaten des Mahrebs übertragen werden konnte. Der Tahrir-Platz in Kairo erhielt dieselbe symbolische Bedeutung, wie in der Ukraine der Maidan. In Ägypten wurde der korrupte Präsident Mubarak vor Gericht gestellt, in Libyen Machthaber Gaddafi liquidiert. Doch die Demokratie sah in dieser arabischen Region anderes aus, als es sich der Westen vorgestellt hatte. Statt pro-westlicher Politiker kamen islamistische Fundamentalisten, gefolgt von einer neuen Militäthunta an die Macht. Die pro-westlichen Demonstrationen wurden auseinander getrieben. In Syrien und Libyen kam es zu Bürgerkriegen. in Syrien beendete Russland durch sein militärisches Eingreifen an der Seite Assads die Regime Change Pläne des Westens. In Libyen scheint der Bürgerkrieg gerade von Neuem aufzuflammen. 

Hoffnungsvoll blickt der Westen nach Algerien, wo Tausende von jungen Demonstranten gerade einen Riesenerfolg erzielten. Der korrupte Dauerregent Bouteflika wurde von Ihnen aus dem Amt gefegt. Wie in Venezuela, ruhen jetzt die Hoffnungen in Algerien auf einem friedlichen Machtwechsel Richtung mehr Demokratie und Annäherung an die westliche Wertegemeinschaft. Doch Experten warnen: die regierende Militärhunta wird die Macht nicht aufgeben. Algerien wird den Weg Ägyptens gehen. Letztendlich ist diese Entwicklung für den Westen vorteilhafter, als wenn es in Algerien zur Machtergreifung der Islamisten kommen würde. 

In Libyen, das seit dem Sturz von Gaddafi als Staat zerfallen ist und von unterschiedlichen Clans regiert wird, braut sich neues Unheil zusammen. Der im Osten des Landes residierende General Haftar versucht die vom Westen anerkannte „Einheitsregierung“ unter Ministerpräsident Sarradsch gewaltsam zu stürzen und die alleinige Herrschaft im Land zu übernehmen. Staaten wie Russland untesrtützen Haftar, damit das ölreiche Libyen nicht alleine in die Hände amerikanischer Energiekonzerne fällt. Die USA werden Sarradsch mit Waffenlieferungen unterstützen. Nach einer Demokratisierung Libyens sieht es nicht aus. Auch hier scheint das oberste Ziel Außenstehender zu sein, Schlimmeres zu verhüten und eine Machtübernahme der Islamisten zu verhindern. Ein neuer Bürgerkrieg in Libyen bedroht Europa mit einer neuen Migrationswelle über das Mittelmeer.

Turbulenzen nehmen in anderen Weltgegenden rapide zu. Der Machtkampf in Venezuela ist noch lange nicht zu Ende. Der vom Westen nicht anerkannte Maduro hat sich, unter anderem mit Hilfe der Russen und Chinesen, an der Macht gehalten. Sein Kontrahent Guaido - Hoffnungsträger des Westens - sucht vergeblich um militärischen Beistand von den USA. Wie es aussieht, wird sich der westliche Wunsch nach einem Regime Change in Caracas nicht bewahrheiten. 

Indien und Pakistan sind ein weiterer Brennpunkt der weltpolitischen Krisen. Beide Atommächte stehen, nach Beobachtung von Experten, kurz vor einer militärischen Auseinandersetzung um die Region Kaschmir. Gott behüte, dass dort Atomwaffen zum Einsatz kommen. 

Einen ähnlichen Konflikt (wenngleich natürlich nicht atomar) ficht der Westen gerade mit Russland über die Ukraine aus. Auch dort sind militärische Optionen inzwischen nicht ganz abwegig geworden. Darüberhinaus finden in der Ukraine Präsidentschaftswahlen statt. Der Komiker Selensky besitzt bessere Chancen Präsident zu werden, als Amtsinhaber Poroschenko. Letzterer wird aber vom Westen massiv unterstützt. Der Westen wird nicht tatenlos zusehen, wenn Selensky den pro-westlichen Kurs, für den Poroschenko steht, gegen eine ausgewogene neue Balancepolitik Richtung Moskau verändern wird. 

Die beschriebenen Krisen sind allesamt Begleiterscheinungen des gerade stattfindenden Übergangs der Welt von einer Monopolstellung, vom Westen dominierten Ordnung, zu einer multipolaren - die vonaufkommenden Mächten wie China, Russland, Indien und Brasilien „ausbalanciert“ wird. Die mit sich selbst beschäftige Europäische Union, der über nichts anderes sprechen kann als über die Brexit-Clownade in London, verpasst in dieser historischen Situation ihre Chance, sich über eine eigene Außen-und Sicherheitspolitik in das Weltgeschehen mit einzubringen. Das wird sich rächen. 

 

 

Kommentare
2019-04-14 19:44
Es geht doch nicht darum, wo und inwiefern es hier oder woanders auf der Welt besser oder schlechter ist, sondern um den Umgang miteinander. Haben Sie, oliver0909, schon einmal erlebt, dass sich andere Länder, vor allem Russland, aber auch arabische Staaten in unsere inneren Angelegenheiten eingemischt haben? Außer den USA, aber das gehört bei denen zur Staatsraison. Und die Türkei tut es, weil wir beim Thema Menschenrechte immer wieder doppelte Standards anwenden, ebenso bei der Presse- und Meinungsfreiheit. Freiheit für die Medien gibt es bei uns im Übermaß. Sie haben die Freiheit, mit der Wahrheit nach Belieben zu verfahren, so dass sie in ihr Weltbild passt, in das sie gerne die gesamte Bevölkerung hineinpressen würden. Das hat aber nichts mit wahrhaftiger Berichterstattung zu tun, die die Informationsfreiheit in unserem Land sichert. Was Russland betrifft, so ist es uns zivilisatorisch mindestens (!) ebenbürtig und benötigt, was Staatsführung anlangt, keinen Nachhilfeunterricht von irgendwem auf der Welt. Wer sich nur ein bisschen mit der russischen und sowjetischen Geschichte beschäftigt hat, der kann sich vorstellen, warum der russische Präsident so und nicht anders regiert. Hier wurde an früherer Stelle Peter Scholl-Latour erwähnt. Er hat sich übrigens auch mit Russland beschäftigt. Allen, die sich immer noch zu reflexartigem blindwütigem Russland-Bashing verführen lassen, sei sein Buch „Russland im Zangengriff“ empfohlen. Einem Reich, dass sich Jahrhunderte lang mit riesigen menschlichen Opfern gegen äußere Feinde zur Wehr setzen musste, dessen Hauptstadt mehrere Male von fremden Armeen geplündert und gebrandschatzt wurde, kann man nicht verdenken, dass es sich schützt, wenn es feindselig von allen Seiten eingekreist wird. Und immerhin ist es Putin gelungen, den inneren Frieden in seinem Vielvölkerstaat wiederherzustellen. Im Umgang mit muslimischen Migranten könnte West-Europa einiges von Russland lernen. Und nochmal zurück zur Eingangsfrage: Europa könnte auf der Weltbühne viel mehr bewirken, wenn seine politischen Repräsentanten endlich merken würden, dass Sinnestäuschung und Realitätsverlust Grund für ihr Überlegenheitsgefühl sind, die sie daran hindern, genauer hinzuhören und so zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Erkenntnisse, die man wiederum nutzen könnte, um anderswo für das eigene Modell zu werben. In der Wirtschaft klappt dies, im Hinblick auf nachhaltige Handelskontakte, ganz gut. Mich persönlich, und das mag eine Einzelmeinung sein, interessiert nicht, was dem Westen nutzt, sondern was für die Welt am besten ist. Und das westliche, individualistisch-egomanische Lebensmodell ist es mit Sicherheit nicht.
2019-04-13 22:50
Warum vergleichen wir uns immer mit Russland oder der Türkei? Dort sind Alleinherrscher an der Macht, die keine Demokratie wollen und das Volk unterdrücken. Von unserer europäischen Civilisation sind sie Lichtjahre entfernt. Es ist gut, dass der Westen die Demokraten in den Magreb-Staaten und woanders auf der Welt unterstützt. Dort kann niemand wissen, was es bedeutet, in einer Demokratie zu leben, wo Frauen und religiöse Minderheiten nicht unterdrückt werden. Warum soll man ihnen also nicht die Chance geben, zwischen dem einen und dem anderen wählen zu dürfen? Wer hier ständig unser Europa schlechtmacht, fahrt doch mal in einen autoritären Staat, dann würdet ihr nicht so abfällig über Europa schreiben.
2019-04-13 18:58
Wenn wir im Westen über Entwicklungen in anderen Staaten reden, liefern wir immer gleich hinterher, welche politischen Kräfte, welcher Regierungswechsel, welche Reformen uns denn am besten in den Kram passen. Diesen Reflex zu unterdrücken gelingt uns weder mit Blick auf die arabischen Staaten, Asien, Lateinamerika, Afrika noch im Umgang mit Russland. Auf „unserer“ Seite „pro-westliche“, „westorientierte“ Regierungen, und drüben „autoritäre“, „totalitäre“ „Regime“ die „gegen ihr eigenes Volk“ herrschen. Randalieren dort ein paar tausend oder auch nur hundert meist studentische Demonstranten auf zentralen Plätzen, dann ist ihnen die Sympathie unserer Medien und Politiker sicher, die solche Unmut-Ausbrüche dann gleich auf die gesamte Gesellschaft hochrechnen und sich kaum noch einkriegen in ihrem unverhohlenen Jubel über ein Volk im Umbruch, Aufbruch und Befreiung, das nichts, aber auch gar nichts anderes als Demokratie und vor allem die Kultur des Westens wolle. Peter Scholl-Latour, der letzte unbestechliche Übersetzer islamischen Denkens und Handelns mit größerer Reichweite verstarb leider vor 4 Jahren, seither sind fast nur noch journalistische Geisterfahrer unterwegs, die uns – ähnlich wie über Russland – westlich-ideologisch durchgestylte Pseudo-Fakten liefern, die uns gewöhnlichen Mediennutzern die Chance nehmen, die uns unbequeme Vielfalt der Welt begreifen und akzeptieren zu lernen. Die schmerzhaften Folgen erleben wir tagtäglich in unserem Alltag: In Deutschland und Europa leben Millionen Muslime. Und wir rühmen uns hier für unsere „offene Gesellschaft“, wo sich jeder mit Hingabe darin übt, jeden Fremden zu akzeptieren oder wenigstens zu tolerieren. Aber das setzt Verständnis oder wenigstens Verstehen voraus. Und da reicht unser Blick nur bis zum Balken im eigenen Auge. Wer kennt denn unsere muslimischen oder russischen Nachbarn im Wohnblock gegenüber? Und wer sie kennt, wer nimmt sich denn Zeit und Mühe, sie zu verstehen? Wir dachten, wir hätten die Türken in Deutschland zu mitteleuropäischen Demokraten bekehrt, und nun wählen plötzlich drei Viertel Erdogan. Wir behaupten, Putin sei nicht demokratisch gewählt worden. Was reitet uns, dies überhaupt zu bewerten oder gar darüber zu richten? Wo bleibt denn die Toleranz gegenüber andersartigen Entscheidungen, auf die wir so stolz sind? Wer sind wir eigentlich, die wir über richtig und falsch in fremden Ländern urteilen, wenn es uns schon überfordert, unseren muslimischen Arbeitskollegen zu verstehen? Wie weit ist unser Autismus fortgeschritten, wenn wir meinen, die Menschen in allen Ländern der Welt hätten nicht mehr nötig, als eine von uns verordnete Demokratie-Therapie? Gegenüber dem Fremden, das unser verkürzter Verstand nicht erfasst, erschöpft sich der westliche Humanismus unserer Tage – überspitzt formuliert – in dem Deal „und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein“. Oder in der abgeschwächten europäischen Form „Wer nicht hören will, muss fühlen“ mit Handelssanktionen oder Waffenembargos. Der größere, nicht-westliche Teil der Welt ist gerade dabei, die politische und wirtschaftliche Dominanz des Westens einzudämmen und sich von ihrer Abhängigkeit zu lösen. Allein das sollte uns zu denken geben.
2019-04-11 07:25
Die ägyptische Variante des „arabischen Frühlings“ verdient diese lyrische Bezeichnung wohl noch am ehesten. Nach dem radikalen Mursi ist dort jetzt eine moderate Militärregierung an der Macht, die für Ost und West einen berechenbaren Partner abgibt, auch wenn die USA ihre finanziellen Hilfen einstellten, nachdem Ägypten sich unter as-Sisi wieder mehr Russland zugewandt hatte. In Syrien wiederum ist es dem Westen dank Russland Gott sei Dank nicht gelungen, einen derart Ekel erregenden Regime Change wie in Libyen herbeizubomben. Gaddafi mag ein milliardenschwerer selbstherrlicher Despot gewesen sein, aber Libyen hatte unter seiner Herrschaft das beste Sozialsystem in Afrika, die Menschen lebten in einem sicheren Staat und die Armut hielt sich in Grenzen. Ich vergesse nicht die Bilder, als Gaddafi nach seinem Sturz von einem entfesselten Mob im Blutrausch wie ein erlegtes Tier mit gebrochenen Armen auf einem Pick-up durch Tripolis gekarrt zur Schau gestellt und kurz danach blutrünstig abgeknallt wurde. Der Werte-Westen hatte diese hochmittelalterliche Prozedur nicht kritisiert. Algerien wird vermutlich eher denselben Weg gehen, wie Ägypten. Bouteflika war ein Mann Frankreichs. Durch Paris wurde er Präsident und dank Paris konnte er sich so lange an der Macht halten. Auch 57 Jahre nach seiner Unabhängigkeit von Frankreich betrachtet Paris Algerien noch immer als französische Provinz, und ähnlich wie in Venezuela vor Chavez, kommen die Erlöse aus dem Erdölexport nicht den Menschen zugute, sondern fließen in die Taschen französischer Konzernchefs. Sollten sich islamistische Strömungen anschicken, sich in Algerien an die Macht zu putschen, wird das zwangsläufig eine militärische Aktion Frankreichs zur Folge haben, das seine Interessen in seiner einstigen Kolonie mit allen Mitteln wahren und sich gegen jegliche Einmischung von außen – auch innerhalb der EU – wehren wird. Deshalb wird sich die ohnehin blutleere Union außer ein paar Lippenbekenntnisse aus dem Konflikt heraushalten. Unfähig, Konflikte vor der eigenen Haustür (Ukraine und Algerien) zu lösen und von Großbritannien in der Brexit-Posse als hilfloses, handlungsunfähiges Bürokratiemonster vorgeführt, hat sich diese blutleere europäische Gemeinschaft zerstrittener Staaten auch auf der Weltbühne erledigt. Der Kaschmir-Konflikt hingegen wird zur ersten Bewährungsprobe für die „Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit“ (SOZ). Wenn Indien und Pakistan – vielleicht sogar unter der Vermittlung Russlands – diesen Streit lösen können, dann wird diesem Bündnis in Zukunft noch viel mehr zuzutrauen sein.
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