Mittwoch 20 November 2019
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Zeitzeuge, Kategorie: news
Kategorie: news
erstellt: 2019-03-20 von: zeitzeuge

Aus Washington kommen immer neuere Hiobsbotschaften, welche die westeuropäischen Verbündten zunehmend irritieren. Dinge, die vor Monaten noch als unmöglich galten, werden Realität. Es scheint offenkundig, dass die Amerikaner sich gegen die neuen geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen in de Welt alleine stemmen wollen - ohne die europäischen Verbündeten. Sie bieten den Chinesen, Russen, Iranern und anderen Kontrahenten selbst die Stirn, ohne sich mit den Verbündeten abzusprechen. Die alte NATO benötigen sie nicht mehr. Sie ist den USA zu kostspielig, unbeweglich und unfolgsam geworden. Die verdutzten Europäer haben das noch immer nicht verstanden,

Aus der Sicht der gegenwärtigen amerikanischen Führung ist China, nicht Russland, des Westens ärgster Feind. Deshalb fragen sich Entscheidungsträger in Washington, ob es für die USA noch Sinn mache, Millionen von Dollar für die NATO auszugeben, die nur noch symbolischen Wert besitzt. Sicher, die USA wollen ihren Einfluss in Europa behalten, aber das funktioniert künftig auch ohne die alte NATO. Die NATO mit ihren widerspenstigen, unbotsamen Vebündeten wird für Washington allmählich zu einer Last. Außerdem sind die Europäer selbst zerstritten, was für die Implementierung von US Inteessen eine weiter Bürde ist. Die Europäer fordern von den USA Bündnistreue, doch die USA betrachten die Verbündeten inzwischen als bloße Parasiten. 

Die Europäer sollten sich ansehen, wie die USA ihre Politik in Asien gestalten. In Europa werden künftig ähnliche Fakten wie in Asien geschaffen. In Asien verfügen die USA über fünf strategische Verbündete: Südkorea, Japan, Saudi Arabien, Israel und mit Abstrichen Pakistan. Mit diesen Ländern haben die USA bilaterale Militärbündnisse geschlossen. Das reichte bisher völlig aus, um den asiatischen Kontinent, inklusive des Mittleren Ostens, zu kontrollieren und China (Iran) in Schach zu halten. In Europa wird Trump Gleiches tun, er wird eine Koalition von willigen Staaten begründen, welche den Interessen der Pax Americana dient. Unwillige Staaten werden aussortiert, allerdings werden die USA auch verhindern, dass diese sich zu einer gemeinsamen europäischen Armee durchringen, die für Amerika eine globale Konkurrenz darstellen könnte. Die USA werden in Europa bilaterale Militärbündnisse mit folgenden Ländern beschließen: Großbritannien, Polen, Rumänien und mit Abstrichen den Baltischen Staaten. In diesen Staaten werden US Truppen und Militärtechnik samt Raketen stationiert. Das reicht völlig aus, um den amerikanischen Einfluss in Ganz-Europa auch ohne NATO aufrecht zu erhalten. 

Eine ähnliche Sicherheitsstruktur schwebt den USA in Lateinamerika vor, dort wird Brasilien der wichtigste strategische Militärverbündeter der USA sein. Die alte Monroe Doktrin ist von der Trump-Administration wieder zum Leben erweckt worden: außer der Pax Americana darf es in Lateinamerika keine anderen Sicherheitsbündnisse geben. 

Die Veränderung der Sicherheitsarchitektur Europas wird nicht ohne Auswirkungen auf die Neugestaltung der künftigen globalen Weltordnung haben. Manche Europäer werden um US Beistand in Washington betteln und bereit sein, dafür zu dafür zahlen. Andere, wie Deutschland, Italien und Frankreich, werden in einem neuen geopolitischen Umfeld erwachen. Die gegenwärtigen europäischen Politiker sind mit der neuen Aufgabenstellung, Europa sicherheitspolitisch neu aufzustellen, schlichtweg überfordert. Ihnen fehlt ein Plan B, sie haben den Realitätssinn verloren und ihre Strategie beruht einzig und allein darauf zu hoffen, dass die Welt wieder so wird wie vor Trump, Xi und Putin. Auf einen neuen De Gaulle oder Adenauer zu hoffen scheint müßig, die Zeit rennt davon. 

 

 

Kommentare
2019-03-25 10:11
Ein neues Wettrüsten zwischen Ost und West scheint nach dem Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag, an den sich daraufhin auch Russland nicht mehr gebunden fühlte, unumgänglich, zumal andere Atomstaaten aus guten Gründen dem Abkommen nicht beitreten wollen. Beispiel China: Es würde keine landgestützten Waffen mehr einsetzen dürfen, die die nötige Reichweite hätten, um das Süd- und Ostchinesische Meer gegen eine mögliche US-Invasion zu verteidigen. Die USA, die in dieser Region ohnehin über keinerlei an Land stationierte INF-Träger verfügen und auf seegestützte Waffensysteme zurückgreifen könnten, müssten nichts aufgeben. Wohl auch deshalb scheiterte schon 2007 ein Versuch Russlands und der USA, den Vertrag zu multilateralisieren. Eine entsprechende UN-Resolution brachte keinen Erfolg. China, aber auch Frankreich und Großbritannien stellten sich quer. Gleichermaßen perfide und geschickt realisierten Reagan und Bush in den 1980er Jahren ihren Plan, den Warschauer Pakt wirtschaftlich tot zu rüsten. So etwas wird sich diesmal nicht wiederholen lassen. Wenn es Russland und China gelingt, ihre Kompetenzen in Wirtschaft und Politik zu bündeln, werden sie den längeren Atem haben. Für das geschwächte Europa ist seine Lage zwischen den Fronten eher eine Bedrohung als eine Chance. Als Alternative zum ohnehin flächendeckend in Europa stationierten US-Militär wäre eine eigene europäische Armee, an der sich nur wenige EU-Staaten beteiligen würden, nicht nur extrem kostspielig, sondern würde die EU weiter spalten und schwächen. Folglich werden sich die schon lange nicht mehr im Gleichschritt laufenden europäischen „Zugpferde“ Deutschland und Frankreich weiterhin dem amerikanischen Diktat beugen. Da sich Europa und Russland auf absehbare Zeit nicht mehr näher kommen werden, steht und fällt alles mit dem wirtschaftlichen Erfolg Chinas, dem sich Russland gezwungenermaßen anschließen wird. Kann China mit seiner Strategie der „neuen Seidenstraße“ im Norden und Westen Eurasiens seinen Partnerstaaten Win-Win-Situationen anbieten und damit Wohlstand und Vertrauen schaffen, dann werden auch die USA gezwungen sein, dieses Erfolgsmodell anzuerkennen und ihren Konfrontationskurs in Europa einzudämmen. Bis dahin wird Europa dank seiner stabilen transatlantischen Connections in jederlei Hinsicht mit Amerika verbunden bleiben. Ein Umdenken in den Bevölkerungen Europas, geschweige denn eine Bewegung, die sich „von unten“ mit kontinuierlichem Druck auf die Politik für ein gemeinsames „Europäisches Haus“ mit Russland einsetzen würde, erkenne ich derzeit nicht. Dennoch zeichnet sich gerade bei jungen Menschen ein Wandel im politischen Bewusstsein ab. Das bisherige von Politik und Medien kultivierte Freund-Feind-Schema zieht nicht mehr – nicht zuletzt dank alternativer Informationsmedien aus dem Internet, denen die etablierte Politik ja nicht ohne Grund durch gezielte Fake-News-Kampagnen den Kampf angesagt hat. Ein politischer Paradigmenwechsel ist aber mangels tragfähiger alternativer Angebote nicht in Sicht. Aber vielleicht vollziehen sich auch hier bald Ereignisse, mit denen wir heute noch nicht rechnen.
2019-03-22 18:54
Manche der Kommentatoren hier müssen sich mal fragen lassen: Warum ist immer Amerika für alles Schuld? Viele vergessen, was wir den USA verdanken. Sie haben uns im letzten Jahrhundert zweimal die Freiheit gebracht, 1945 und 1989. Was wäre aus Deutschland ohne den Marschallplan geworden? Amerika hat uns damit Wohlstand bis heute gesichert. Und auch Europa ist erst durch die NATO zum ersten Mal wirklich sicher geworden, vorher hat es Jahrhunderte lang immer wieder nur Krieg gegeben, seit 1945 ist Frieden, das wissen viele gar nicht mehr zu schätzen. Und außerdem muss man wenn man mit Russland sympathisiert doch nicht immer automatisch gegen Amerika sein. Amerika hat wie andere Großmächte auch eben strategische Interessen in der Welt. Die amerikanischen Verbündeten in der Welt wurden doch von den USA nicht gezwungen, sich mit ihnen zu befreunden. Länder wie Japan, Südkorea und ganz besonders Polen haben sich Amerika doch regelrecht aufgedrängt. In Deutschland sollten wir froh sein, dass uns Amerika noch nicht fallengelassen hat, weil wir nie wissen, was wir wollen. Mit Amerika im Rücken ist Deutschland jedenfalls sicherer, als wenn es mit der EU an irgendwelchen Alternativen herumexperimentiert.
2019-03-21 19:20
Dieses Amerika macht mir Angst. Es ist paranoid, extrem aggressiv, ungebildet, selbstsüchtig und verlogen. Wie kann sich ein Mensch von Kultur davon angezogen fühlen? Wer lässt sich denn von der ganzen Pop-Kultur und Hollywood noch einlullen? Ich habe mir mein Bild von Amerika gemacht. Ich bin kuriert.
2019-03-21 16:49
Das in der Wertefalle verhedderte Kerneuropa hat sich in den letzten 10-15 Jahren verstärkt selbst degradiert und die expansive amerikanische Geopolitik ebenso billigend hingenommen wie einen sich zunehmend aggressiver gebärdenden Islamismus, der die abendländische Kultur verachtet. Eine offensive Sicherheitspolitik wie in den 70er Jahren hat einem inzwischen unerträglichen Phrasendreschen über Einigkeit und Zusammenhalt einer Wertegemeinschaft Platz gemacht, die ihre ganze verbleibende Energie darauf verwendet, kritische Meinungen zum aktuellen Erscheinungsbild der EU zu unterdrücken, anders denkende Personen und alternative Ideen zu stigmatisieren und so notwendige, ja längst überfällige Reformen zu blockieren. Brennende Fragen der äußeren (europäische Armee) und inneren Sicherheit (Flüchtlingspolitik, Modernisierung fremder Waffenarsenale) sowie der Energieversorgung (Nord Stream 2) und Wirtschaft (Sanktionsfalle) verlieren sich in einem Dickicht aus diffusen Ideologien und obskuren Seilschaften aus Politik und Wirtschaft, die die Handschrift der USA tragen. Kein Wunder, dass viele Menschen das „Projekt Europa“ als heuchlerisch empfinden und sich von ihm abwenden. Die jetzige europäische Politikergeneration wäre vollkommen unfähig, einen wirkungsvollen Gegenentwurf zu einer amerikanischen Bündnispolitik in Europa jenseits der NATO zu liefern. Weder hat sie Übung im Lösen von Problemen noch den Horizont, sie rechtzeitig zu erkennen oder wenigstens nicht gar selbst immer wieder neue zu schaffen. Aus der Not geborenes kreatives Gestalten hat sie – anders als unsere Vorväter – nicht lernen müssen. Niemals würde ihr deshalb mit dem derzeitigen Führungspersonal ein Aufbruch zu einem eigenständigen europäischen Weg gelingen, an dessen Ziel die EU zusammen mit Russland eine starke dritte, ausgleichende Kraft zwischen Amerika und Asien bilden könnte. Dazu braucht es Ideen und den Mut, diese durchzusetzen mit Ausdauer und Disziplin, was die belanglosen Biografien der derzeit Regierenden aber nicht hergeben. Voraussetzung dafür wären Lebenserfahrungen, die sich im Wohlstandseuropa der letzten 40 Jahre nun einmal nicht generieren konnten. Mit den trügerischen Freiheiten ihres traumwandelnden Liberalismus hat Europa politisch bereits den Anschluss an die Weltspitze verpasst. Der wirtschaftliche Einbruch wird folgen. Europa ist kein Fels in der Brandung mehr. Es wollte mehr Verantwortung in der Welt übernehmen. Der Zug ist abgefahren. Wie Verantwortung geht, wird es bald schmerzlich neu erlernen müssen, von der Pike auf – und zwar im eigenen Hause.
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