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Zeitzeuge, Kategorie: news
Kategorie: news
erstellt: 2019-02-19 von: zeitzeuge

Die Menschheit gerät immer stärker in den Sog neuer Konfikte. Die Unordnung in der Welt wächst. Ein großer Krieg ist nicht mehr auszuschließen. Die weltweiten Auseinandersetzungen haben nichts mit territorialen Ansprüchen und Eroberungen, wie in den früheren Jahrhunderten, zu tun. Kein Staat strebt heute nach Gebietserweiterungen, auch nicht Russland, das den Zerfall der Sowjetunion beklagt. Die Krim ist eine Antowrt auf die NATO-Osterweiterung. Wir haben es auch nicht mit gegensätzlichen politischen Systemen oder unterschiedlichen Staatsideologien zutun, wie im Kalten Krieg des 20. Jahrhunderts. Im Grunde genommen stellt auch niemand die universale Wirtschaftsglobalisierung in Frage. Andererseits geht es im gegenwärtig einbrechenden Weltenkonflikt um das, worüber Staaten seit je her immer gestritten haben: um die Weltherrschaft. Die Kontrahenten würden das natürlich leugnen, trotzdem bleibt es eine Tatsache. Doch auch hier geht es weniger um Eroberungen von Ländern und Nationen, als um die globalen Spielregeln, die als „Multilateralismus“ bezeichnet werden, und die moralische Hoheit von „fortschrittlichen“ Staaten über „nicht fortschrittliche“.

Vor 30 Jahren zerfiel die Jalta-Nachkriegsordnung, welche die Welt 45 Jahre lang zweigeteilt hatte. Die letzten 30 Jahre lebte die Welt in einer sogenannten Pariser-Charta-Weltordnung, die der gesamten Welt, nach dem Ende des Ost-West-Konflikts, eine liberal-demokratische Friedensordnung verleihen wollte. Das Problem dabei: die Staatengemeinschaft wurde in gute und schlechte Länder eingeteilt. Die Guten waren die demokratisch geführten; die Schlechten - solche, die sich nicht von der westlichen Demokratie „bekehren“ lassen wollten. Die Guten waren den Schlechten aufgrund ihrer Wirtschaftskraft haushoch überlegen. Die Pariser-Charta-Ordnung basierte auf der Dominanz, den Spielregeln und dem historischen Triumph der westlichen Staatengemeinschaft. Die westliche Demokratie, Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit versprach den Menschen Wohlstand, Prosperität und Sicherheit. Kein Wunder, dass die Pariser-Charta-Ordnung als „Ende der Geschichte“, als ultima Ratio weltpolitischer Aufklärung, gefeiert wurde. Doch dann brach die Finanzkrise über die Weltwirtschaft ein, das alternativlose westliche Wertesystem wurde mit „Alternativen“ konfrontiert, gegen die Pariser-Charta-Ordnung opponierten nun China (leise) und Russland (laut). Der Westen ergriff die Flucht nach vorne, kämpfte um seine Vorherrschaft, stellte die NATO über die UNO. Die Gegner wurden mit Sanktionen diszipliniert. Russland und China wurden aufgefordert, zum Multilateralismus der neuen Friedensordnung zurückzukehren, was nichts andres bedeutete, als dass sie sich in das Regelwerk der Pariser-Charta-Ordnung integrieren sollten. 

Gehen wir um 1600 Jahre zurück, in die Endzeit des Römischen Reiches. Das Römische Imperiums war militärisch unbesiegbar, es existierten in Europa praktisch keine anderen Staaten neben Rom. Die sogenannten Barbarenstämme in Nord- und Osteuropa wurden vom Lebensniveau des Römischen Imperiums angezogen, die ersten Völkerwanderungen erfolgten friedlich, Germanen, Goten, Gallier - sie alle wollten sich im wirtschaftlich prosperierenden Imperium, wo es Recht und Ordnung gab, niederlassen, um sich eine bessere Existenz zu sichern. Aber die Arroganz, mit der Rom ihnen begegnete, führte zu Konflikten, letztendlich zum Streit und dem Zerfall des einst übermächtigen Imperiums in Europa, das erst anderthalb Jahrtausende später - als Europäische Union - wiedererrichtet werden konnte. Der verstorbene deutsche Außenminister Guido Westerwelle wagte vor Jahren den Vergleich zur Gegenwart und sprach von einer Wiedrkehr der „spätrömischen Dekadenz“. Er wurde für diese Worte fast gesteinigt. Und noch eines lehrt der Vergleich mit dem Römischen Imperium. Nachdem es innerlich immer schwächer wurde, teilte sich Rom in einen Westteil (Rom) und einen Ostteil (Byzanz) auf. Der Westteil wurde von den Barbaren erobert; Byzanz existierte noch 1000 Jahre lang. Wird  den Westen - USA und EU - das gleiche Schicksal ereilen? Es sieht sehr danach aus. 

Die Pariser-Charta-Ordnung steht vor einer Zäsur. Sie wird sehr schmerzvoll sein, weil der heutige Westen kein Rezept dafür hat, wie er in einer anderen als einer liberal werteorientierten Weltordnung existieren kann. Der Westen möchte dominieren, keine Macht teilen. Nach dem Ende der Jalta-Ordnung und der Pariser-Charta-Ordnung wird es zweifellos eine neue Ordnung geben, die stärker interessensgeleitet, manche werden sagen: nationalistisch-egoistischer, sein wird. Vermutlich wird die neue Ordnung asiatischer geprägt sein, was für Europa eine historische Neuheit wäre. Der Faktor Wirtschaft, heute dominant, wird dort nicht mehr die gegenwärtige Rolle spielen, wohl aber die Militärstärke der Architekten dieser neuen Ordnung. Kluge Köpfe in Europa scheinen zu ahnen, was auf sie in den Zwanziger Jahren zukommt. Sie versuchen sich mit aller Kräfte gegen diese fatale Entwicklung zu stemmen. 

Kommentare
2019-03-03 01:21
Nach dem faktischen Scheitern der Charta von Paris stecken die verbliebenen Großmächte ihre Claims neu ab. Während sich auf dem eurasischen Kontinent mit der SOZ ein Bündnis stabilisiert und fortlaufend erweitert, das die Beziehungen zwischen den Mächten einer Riesenregion mit 40 Prozent der Weltbevölkerung neu regeln will, übt sich der Westen unverändert in seiner kleinkarierten Nullsummen-Geopolitik, mit der er in bewährter Manier versucht, dem östlichen Opponenten ein Maximum an Land abzutrotzen, um dann in Bälde entlang der russischen Westgrenze den neuen eisernen Vorhang zu ziehen. Ob sich die Milliardeninvestitionen der USA und ihrer europäischen Satelliten in die Trennung Weißrusslands, der Ukraine und anderer einst russischer Provinzen von ihrem russischen Mutterland dauerhaft lohnen, ist zu bezweifeln. Jahrhunderte alte Bindungen wird auch der Westen nicht ausmerzen können. Zwar basteln die USA und ihr verlängerter europäischer Arm schon an der nächsten Farbrevolution, diesmal in Weißrussland. Und in Venezuela sind dieselben Drahtzieher sogar schon einen Schritt weiter. Aber die Attraktivität für das westliche Modell steht und fällt mit seiner wirtschaftlichen Entwicklung, und hier erleben wir derzeit bestenfalls eine Stagnation, die außerhalb der industriellen Kernstaaten schon heute zum Existenzproblem für breite Teile der Bevölkerung wird. Und die nächste Finanzkrise wird vor allem dem Westen wehtun. Wie soll sich Europa jetzt verhalten, das sich – hineingepresst in westliche Bündnisstrukturen – von selbst jede Freiheit verbietet, Gedanken über alternative Optionen für einen 3. Weg auch nur zu wagen? Interessant und vielleicht zum Präzedenzfall könnte die Türkei werden: Hier schickt sich ein NATO-Mitglied gerade an, einen neuen Weg zu gehen. Immerhin ist die Türkei bereits Dialogpartner der SOZ und lässt sich auf ihrem Alternativtrip weder beirren noch drohen. Spannend, wie es hier weitergeht. Eine Erdhälfte hat sich inzwischen vom westlich aufgezwungenen Multilateralismus losgesagt. Darunter Länder wie Indien und Pakistan, in deren kollektiven Gedächtnis die Kolonialisierung durch die Briten im 19./20. Jahrhundert noch sehr präsent ist und der Begriff „Westen“ bis heute Assoziationen auslöst, die weit in die Vergangenheit zurückreichen. Deutschland und Europa würde es jedenfalls gut tun, sich aus der Verstrickung in alten Denkmustern zu befreien und immer wieder neu zu prüfen, wie sie sich in einer multipolaren Welt neu positionieren können. Den heutigen Staatenlenkern in Europa ist in der Hinsicht nicht viel zuzutrauen. Ihnen fehlt der ausgeprägte Sinn für Krieg und Frieden, der den Machern der Kriegsgeneration aller Couleur eigen war, die Frieden und Wohlstand für eine lange Zeit gesichert haben. Allerdings mit der behaglichen Lethargie als Nebenprodukt, die bei heutigen Politikern nicht nur Phantasien und Ideen blockiert, sondern auch den Mut, sie durchzusetzen.
2019-02-25 09:52
micha2, was erwarten Sie denn von den Fachleuten und anderen Insidern, die sich darum bemühen, Alternativen zu diskutieren? Dass sie sich auf die Marktplätze stellen und Leute mobilisieren? Auch wir, jeder einzelner, können eine Menge tun, um alternative Informationen zu verbreiten. WIR sind es doch, die ein Gegengewicht gegen die veröffentlichte Meinung bilden können, in unserem Bekanntenkreis, auf der Arbeit, im öffentlichen Leben. Wenn wir endlich etwas aktiver würden, dann würden sich auch Intellektuelle finden, die uns unterstützen. Außerdem machen sie aus einem Deutschen keinen Franzosen. Hier trauen sich die Menschen bloß dann auf die Straße, wenn alle die Urabstimmung unterschrieben, sich ihre Gewerkschafts-Armbinden aufgezogen und ihre Trillerpfeifen gestimmt haben. Spontaner Protest, der die Regierung auch wirklich zum Handeln zwingt, hat hier keine Tradition.
2019-02-21 21:04
Mein Eindruck ist – aber ich kann mich irren, da ich kein Insider bin – dass die meisten klugen Köpfe zumindest in Deutschland eben nicht genug gegen die realen Bedrohungen unserer Zeit ankämpfen. Es mag eine Menge kontroverser Diskussionsforen geben, sowohl im realen als auch im virtuellen Raum. Ich möchte hier zum Beispiel die segensreichen „Potsdamer Begegnungen“ nennen, deren Publikationen ich teilweise gelesen habe. Dort werden auf sehr hohem Niveau vielerlei progressive Ansätze zum deutsch-russischen Thema diskutiert und man bekommt den Eindruck, hier wird große Politik vorbereitet. Aber es dringt kaum etwas davon nach außen. Man bekommt den Eindruck, die meisten Intellektuellen ziehen es vor, unter sich zu bleiben, ohne das Verlangen, die Menschen draußen erreichen zu wollen. Dasselbe passiert bei den zahlreichen Friedensinitiativen, die kaum einmal eine wirksame Kampagne zuwege bekommen, geschweige denn Leute auf die Straße. Und weil in Deutschland seit Jahrzehnten hochgefährliche amerikanische Atomwaffen lagern, die jetzt sogar noch modernisiert werden sollen, hätte sich längst wieder eine mutige, offensive Friedensbewegung formieren müssen, an der auch die Medien nicht vorbeikommen. Wir tun doch immer so weltoffen, warum schauen wir nicht mal über die Grenze, um zu lernen, wie man Protest organisiert? Es geht dort zwar um andere Themen, aber die Franzosen wissen, wie man um seine Interessen kämpft.
2019-02-21 16:07
Der Westen wird auf kurz oder lang mit vielen Kulturen und Religionen umgehen müssen, die gleichberechtigt nebeneinander herleben und so irgendwie miteinander auskommen müssen. Das wird auf Dauer nicht gut gehen, denn sie sind nicht so tolerant, wie die Menschen in dem Land, in das sie gekommen sind. Also, die Völkerwanderungen haben schon begonnen und sind dabei, das heutige Imperium Occidentalis zu unterwandern und langsam zu erobern. In den britischen Großstädten und BeNeLux ist dies bereits passiert. Hier haben die liberalen Weltverbesserer bereits begonnen, sich selbst abzuschaffen. In den USA wird das auch kommen, wenn die Hispanics die Oberhand gewinnen. Bleibt zu hoffen, dass das langsam und schleichend geschehen wird, bevor die Yankees die Nerven verlieren und am Atomkoffer herumzündeln.
2019-02-21 05:27
Mit der Rückkehr zu einer national-konservativen Gesinnung haben schon einige Staaten Europas einer liberalen Gesellschaftsordnung eine klare Absage erteilt. Viele Polen, Tschechen, Ungarn und Balten haben in Westeuropa gelebt und gearbeitet und erkannt, dass das dort praktizierte Wertesystem „nicht ihres“ ist. Sie können vergleichen und haben den Westeuropäern, die mehrheitlich von Osteuropa keine Ahnung haben, darin etwas voraus. Osteuropa und Trumps Amerika sind sich in gewisser Weise ähnlich: nationaler Egoismus, ein Hang zum Pathos, die Abneigung gegenüber allem Fremden, aber auch eine ordentliche Portion Pragmatismus und Bodenständigkeit – hier gibt es viel Gemeinsames. Doch auch im westlichen Teil der EU gibt es die Sehnsucht nach Halt und Sicherheit, die Menschen jeden Alters im Althergebrachten suchen. Im Westen brechen sich derzeit die Alternativen zur lang gepflegten Alternativlosigkeit so eklatant Bahn, dass die westlichen Wertekämpfer gar nicht mehr hinterherkommen, überzeugende Gegenargumente zu liefern, die über unverbindliche Gesinnungsethik hinausgehen. Sie fühlen sich aber moralisch überlegen und bemühen sich nicht einmal, die Gründe für die Abkehr von westlichen Idealen zu analysieren. Helmut Schmidt sprach in einem etwas anderen Zusammenhang vor mehr als 50 Jahren von der „elitären Arroganz, die genauso gut von rechts außen kommen könnte.“ Das liberale Lager rechnet damit, dass Trump bloß eine 4-jährige Episode bleiben wird und verlegt sich darauf, die Dinge auszusitzen, währenddessen in Ruhe seine alten Feindbilder zu pflegen und zu hoffen, dass die etablierten transatlantischen Bündnisgruppen hinterher wieder die Macht übernehmen. So wird sich „nach Trump“ in Europa wohl nicht viel ändern. Vielleicht wären andere EU-Länder mutiger gewesen, einen Neuanfang mit Russland zu wagen. Der französische Präsidentschaftskandidat Francois Fillon hatte angekündigt, das Verhältnis seines Landes zu Russland normalisieren zu wollen, falls er die Wahl gewinnen sollte. Leider regiert dort jetzt ein anderer.
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