Mittwoch 20 November 2019
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Zeitzeuge, Kategorie: news
Kategorie: news
erstellt: 2019-01-21 von: zeitzeuge

Die Deutsche Wirtschaft kennt die makroökonomischen Zahlen zu Russland, vor allem die Korruption in diesem Land. Jedem ist überlassen, das Glas halbleer oder halbvoll zu sehen. Russlands Wirtschftsmodernisieung stockt. Der Grund: Die Führung des Landes will die Entwicklung von oben steuern, um die Gefahr von Instabilitäten, gar einen Staatszerfall wie in den 1990er Jahren, zu verhindern. Priorität hat die Stärkung des Staatswesens, sowie nationaler Projekte. Erst an zweiter Stelle kommt die Aufrechterhaltung der sozialen Fürsorge. Reformen, Mittelstandsföderung, Innovationen, Unternehmerkultur, Rechtssicherheit - das alles kommt leider zu kurz. 

Die Regierung Russlands ist jung, besteht vorwiegend aus Technokraten mit wirtschaftsliberalen Ansichten, obwohl der Staatskapitalismus die heutige Wirtschaft prägt. Nachdem Russland in den 1990er Jahren das westliche liberale Wirtschaftsmodell und Demokratie kopieren versuchte, ist es unter Putin auf den chinesischen Weg der Modernisierung "von oben" umgeschwenkt. Die Geschichte wird eines Tages richten, ob dieser Kurswechsel richtig oder falsch war.  

Die Lokalisierung gibt allerdings Russland die historische Chance, vielleicht die letzte, eine eigene, international wettbewerbsfährige, Warenproduktion aufzubauen. In der Digitalisierung, also der weltweiten Industrierevolution 4.0, ist Russland nicht abgehängt. Es kann hier den technologischen Rückstand zum Westen wettmachen. Die russische Regierung benötigt auch weiterhin westliches know how für die Modernisierung der eigenen Wirtschaft. Gouverneure sind aufgefordert, westeuropäischen Investoren die Tore zu öffnen, falls diese sich in Russland ansiedeln möchten. Russland besitzt alle Ressourcen und Rohstoffe, die andere Volkswirtschaften benötigen. Heute exportiert Russland hauptsächlich als Rohstoffe Öl, Erdgas und Kohle. Gestern waren es Weizen, Felle und Holz. Morgen wird es "seltene Erde" nach Europa und Trinkwasser nach Asien sein.

Russland ist ein Land, das nicht isoliert werden kann. Notfalls kann es autonom von der Weltwirtschaft existieren. Wohlstand und Konsumgesellschaft existieren in Russland erst seit Kurzem, die Masse der Bevölkerung hat sich noch nicht so an dieses Konfortleben gewöhnt, wie Menschen im Westen. Das heisst, die Bevölkerung kann Entbehrungen leichter hinnehmen. Das klingt sehr zynisch, ist aber trotzdem wahr. Russland steht nicht, wie im Westen stets berichtet, vor einer demographischen Katastrophe. Erstens ist Russland eines der größten Einwanderungsländer überhaupt. Zweitens reorganisiert sich die Privatwirtschaft in Russland so, dass Städte für Menschen attraktiv werden und die Landbevölkerung schrumpft. Durch den Klimawandel werden allerdings klimatische Zonen im Norden, in denen bislang niemand freiwillig leben wollte, bewohnbarer.

Asien beteiligt sich nicht an Sanktionen gegen Russland. Würden sie den Europäern in dieser Hinsicht folgen, hätte Russland ein Problem. So aber wird Russland seine Wirtschaftsbeziehungen von West nach Ost verlagern. China und seine Seidenstrassen-Strategie sind heute Russlands Rettungsanker im Sturm. Es kann allerdings weder im wirtschaftlichen, noch im sicherheitspolitischen Interesse Europas sein, dass sich Russland vom Westen entfernt. 

    

Kommentare
2019-03-07 09:17
Möglicherweise wird sich Russland im Laufe der kommenden Jahrzehnte gar nicht so weit von Europa entfernen. Wenn China seine Seidenstraßen-Strategie erfolgreich fortführt und Russland als Juniorpartner daran mitwirken lässt, dann wird Russland auch seinen Anteil am immer asiatischer werdenden Europa haben, kann mit eigenen Akzenten vielleicht sogar die Asiatisierung europäischer aussehen lassen. Viele Europäer befürchten, dass der Westen oder die geradezu inflationär bemühte westliche Wertegemeinschaft ihren Einfluss in Europa zugunsten des „Ostens“ verlieren könnte. Die Frage ist, ob dies nun zu beklagen wäre oder nicht. Zugegeben hat die westliche, abendländische Kultur der Welt in der Vergangenheit so manchen zivilisatorischen Impuls gegeben. Humanismus, Demokratie, Aufklärung, wobei die ersten beiden bereits aus dem Altertum stammen. Doch spätestens seit Ende des letzten Weltkriegs hat die anglo-amerikanische Dominanz auch in Zentraleuropa die traditionellen Werte des Westens ad absurdum geführt, und schon seit dem Mittelalter konnten die geistig-moralischen Errungenschaften des Westens insgesamt weder der brutalen Unterwerfung fremder Völker durch europäische Großmächte noch zwei von Europa ausgehenden Weltkriegen etwas Entscheidendes entgegensetzen. Unter dem Joch des Commonwealth wurden ganze Erdteile ausgeplündert, eine eher barbarische Tradition, die sich seit dem frühen 20 Jahrhundert im amerikanischen Wirtschaftimperialismus fortsetzt. Für den Westen stehen auch: Gewinnstreben, Umweltzerstörung, die Ausbeutung der Ressourcen in den Ländern der 3. Welt ohne Teilhabe der dort in wachsender Armut vor sich hin vegetierenden Menschen. Dieser Westen führt Kriege in fast allen Teilen der Welt, um an weitere Rohstoffe zu kommen, betreibt zu Hause geradezu irrationale, von der Realwirtschaft gänzlich entkoppelte Spekulationen mit Geld, das es gar nicht gibt und die zu Börsencrashs, Banken- und Firmenpleiten und zur Verelendung der Menschen führen. So oder ähnlich fassen immer größere Teile der Welt den Westen auf. Der sich immer stärker radikalisierende Islamismus ist eine der deutlichsten Antworten darauf. Das geistige und kulturelle Erbe Europas scheint aufgebraucht, ist in vielen Lebensbereichen nicht mehr wahrnehmbar. Auch spirituelles Leben findet im westlichen Europa immer weniger statt, die Kirchen haben auch durch wesentliches eigenes Verschulden ihre Autorität verloren. Warum sollten wir in Europa also eine mögliche östliche Dominanz als Zukunftsperspektive fürchten? Immerhin können Russland und China auf eine Jahrhunderte, ja Jahrtausende alte Kultur zurückblicken. Die westliche Lebensart wird uns nicht davor retten, dass wir im Zuge der Globalisierung von unserem Wohlstand erhebliche Abstriche machen und ungekannte Entbehrungen werden hinnehmen müssen. Nicht nur wirtschaftlich könnte Europa von Chinas Seidenstraße-Strategie profitieren. Mit Russland im Bunde würde unser Kontinent auch erheblich friedlicher werden. Unser Blick sollte sich endlich mehr nach Osten richten, dort liegen die Chancen für Europa, die unermesslich größer sind als die Risiken.
2019-01-24 23:14
michael,Sie denken doch nicht etwa,dass der Westen die russischen Rohstoffe weniger ausbeuten würde,als Sie es China unterschieben wollen?Warum hat der Westen denn Jelzin unterstützt gegen die Putschisten und sogar gegen Gorbatschow oder später dann gegen Ruzkoi oder im Wahlkampf gegen Sjuganow?Doch auch nur,weil er ihnen Tür und Tor geöffnet hatte,um in Russland Beute zu machen,wie zuvor in Ostdeutschland, Polen und anderen mittelosteuropäischen Ländern,wo sich reiche Westkonzerne zum Nulltarif nahezu die gesamte Volkswirtschaft unter den Nagel gerissen haben.Erst Putin hat doch hier den Riegel vorgeschoben,sonst wäre die ganze Rohstoffindustrie in Russland heute amerikanisch.
2019-01-23 09:16
Es gibt kaum Zweifel, dass vor allem Sibirien längerfristig zu einer wirtschaftlichen Boom-Region werden wird. Es hat Voraussetzungen wie kaum ein anderer Teil dieser Welt: Rohstoffe in Hülle und Fülle, die unmittelbare Nähe zu den asiatischen Märkten, eine tausende Kilometer lange Küstenlinie mit – freilich teilweise veralteten – Häfen. Die Periode der Schiffbarkeit des Nordpolarmeeres verlängert sich durch die Erderwärmung jährlich um ein paar Tage, so dass der Warenaustausch zur See mit Europa extrem verkürzt werden kann und nicht mehr über den Pazifischen und Indischen Ozean abgewickelt werden muss. Bleibt zu hoffen, dass die Ökologie bei allem technisch-logistischen Aufbruch nicht zu kurz kommen wird. China zapft heute schon die natürlichen Ressourcen Sibiriens an, sein Energiebedarf ist längst nicht gedeckt und steigt stetig. Zwar bekommt die russische Wirtschaft die westlichen Sanktionen dank der chinesischen Investitionen nicht so arg zu spüren, aber der wachsende Einfluss des Wirtschaftsgiganten könnte für Russland auch zum Problem werden: Gerade die wirtschaftlichen Sonderzonen als Anreize für ausländische Investoren bergen durch die von der russischen Gesetzgebung entkoppelten Regelungen die Gefahr, dass sich dort ein auf wirtschaftlichem Wohlstand gründender, von China geförderter sibirischer Separatismus bildet, über den Moskau langsam die politische Kontrolle an Peking verlieren könnte. Bereits heute orientiert sich die jüngere Generation im asiatischen Russland deutlich in Richtung China. Schon deshalb wäre Europa gut beraten, seine in jeder Beziehung verfehlte Sanktionspolitik gegenüber Russland endlich aufzugeben und sich in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden verstärkt in Sibirien zu engagieren und Know how zu liefern, das die russische Industrie konkurrenzfähig macht, bevor sich wirtschaftliche und territoriale Interessen des dominanten Nachbarn China in Russland nicht mehr trennen lassen.
2019-01-22 12:28
Wenn ich jünger wäre, würde ich sofort nach Russland auswandern. Es gibt wohl ein Programm, wonach auch Ausländer ein Stück Land unbürokratisch und günstig erwerben können, wenn sie einen schlüssigen Businessplan vorweisen. Wo auf der Welt kann man als Selbständiger heute noch so frei und unbürokratisch arbeiten? Es gibt nur zwei Barrieren: die fremde Sprache und – noch viel schwerer zu bezwingen - die in den Köpfen der Menschen.
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