Donnerstag 29 Oktober 2020
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Giftanschlag auf Nawalny – was unternimmt der Westen?, Kategorie: news
Kategorie: news
erstellt: 2020-09-04 von: olivers0909

Mit dem Giftanschlag auf den prominentesten russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny haben Putin und seine Gefolgsleute ihr wahres Gesicht gezeigt. Jetzt müsste auch im Westen jedem klar sein: Für ihren Machterhalt ist ihnen jedes Mittel recht. Und noch immer bezeichnen wir ein Regime, das über Leichen geht als Partner. Wie zynisch ist das! Nawalny hat sich trotz der vielen infamen Beschuldigungen, Festnahmen und Arreste nicht unterkriegen lassen. Zehntausende Menschen sind ihm auf die Straße gefolgt, um gegen Korruption und Machtmissbrauch zu demonstrieren. Jetzt wurde er wie damals Nemzow den Machthabern zu gefährlich und sollte nach alt bewährter Manier aus dem Weg geräumt werden. In russischen Geheimdienstkreisen benutzt man auch die Formulierung „neutralisieren“.

Der Westen muss jetzt endlich handeln und darf sich nicht weiter vorführen lassen. Die Sanktionen müssen verschärft werden, russisches Vermögen eingefroren und Nord Stream 2 gestoppt werden. Doch in der deutschen Wirtschaft gibt es noch zuviele Lobbyisten, die mit Russland Geld verdienen und sich von Putin um den Finger wickeln lassen. Mit China ist es ja nicht anders.

Bestimmt wird dieser Mordversuch offiziell niemals aufgeklärt werden, obwohl die Fakten auf der Hand liegen. Moskau wird ähnlich wie beim Anschlag auf Skripal wieder Nebelkerzen werfen, Kooperation vortäuschen und gleichzeitig absurde Behauptungen aufstellen und das Opfer zum Täter machen. Es wird der Tag kommen und die Menschen werden in Massen gegen Putin demonstrieren wie jetzt in Weißrussland gegen Lukaschenko. Wer weiß, ob sich Nawalny jemals wieder erholen wird und ob er überhaupt überlebt. Er war zu sehr Einzelkämpfer und es wird so schnell keinen geben, der ihn beerbt. Wünschen wir ihm schnelle Genesung und dass ihn der Mut nicht verlässt.

Kommentare
2020-09-08 21:39
Bei Internetrecherchen stieß ich heute auf einen Artikel, der zum aktuellen Fall Nawalny nochmal an die Öffentlichkeit gehören würde. Demnach ist der Giftstoff Nowichok schon Mitte der 90er Jahre aus Russland in den Westen gelangt, und zwar mit Hilfe eines russischen Wissenschaftlers, der später in den Westen übergelaufen ist. Dies ist keine Story aus einem Agententhriller, sondern das Ergebnis von gemeinsamen Recherchen von NDR,WDR, der „Zeit“ und der Süddeutschen Zeitung, die einen Beitrag darüber vor mehr als zwei Jahren publizierte. Da man auf diesem Forum leider keine Links direkt öffnen kann (Verbesserungsvorschlag!), kopiere ich den Wortlaut dieses SZ-Berichts hier in den Text und setzte den Link darunter. Also: Nowichok ist schon seit 25 Jahren im Westen und westliche Geheimdienste können nach Belieben damit operieren. Die Anschuldigungen, Folgerungen und Forderungen des Westens haben sich damit selbst als skrupellose Denunziationen degradiert. Jeder, der Nowichok hat, kann folglich der Täter gewesen sein. Weitere Diskussionen zur Schuldfrage erübrigen sich daher. Der Text aus der SZ vom 16.05.2018 mit der Überschrift „BND beschaffte Nervengift „Nowitschok“ in den 90er Jahren“ lautet im Original: • Bei einer Geheimoperation gelangte der BND Mitte der 90er Jahre durch einen Überläufer aus Russland an "Nowitschok". • Ein Agent des Dienstes beschaffte eine Probe des Stoffs, auch die Bundeswehr war in den Vorgang eingeschaltet. • "Nowitschok" gilt als eine der tödlichsten je entwickelten C-Waffen und wurde im März gegen den russischen Doppelspion Sergej Skripal und seine Tochter eingesetzt. Die Erkenntnisse über eine einst in der Sowjetunion entwickelte Klasse von Kampfstoffen namens "Nowitschok" gehen maßgeblich auf eine bis heute geheim gehaltene Operation des BND zurück. Nach gemeinsamen Recherchen der Süddeutschen Zeitung, NDR und WDR mit der Zeit beschaffte ein Agent des Dienstes in den 90er Jahren eine Probe des Stoffs. Auch die Bundeswehr war in den Vorgang eingeschaltet. Damals an der Entscheidung beteiligte Personen bestätigen den Vorgang, die Bundesregierung und der BND erklärten auf Anfrage zu "nachrichtendienstlichen Angelegenheiten grundsätzlich nur den geheim tagenden Gremien des Deutschen Bundestages" Auskunft zu geben. "Nowitschok" gilt als eine der tödlichsten je entwickelten C-Waffen, ihr Einsatz gegen den russischen Überläufer Sergej Skripal und seine Tochter im März dieses Jahres im englischen Salisbury führte zu einer diplomatischen Krise zwischen Moskau und dem Westen. Die damalige Operation, die nach Angaben von Beteiligten in der ersten Hälfte der 90erJahre begann, war innerhalb der Bundesregierung umstritten. Der BND führte bereits seit einiger Zeit einen russischen Wissenschaftler als Quelle, der angeboten hatte, das bis dahin sorgsam gehütete militärische Geheimnis einer neuen Klasse von chemischen Kampfstoffen gegen die Zusicherung eines sicheren Aufenthaltsstatus für sich und seine Familie zu verraten. Der spätere Überläufer bot sogar an, eine Probe nach Deutschland zu bringen. All dies führte zu komplizierten politischen und juristischen Diskussion innerhalb der Bundesregierung. 1990 waren auf Druck von Bundeskanzler Helmut Kohl die in Westdeutschland gelagerten amerikanischen Chemiewaffen abtransportiert worden, die Vereinbarungen über eine weltweite Ächtung der Kampfgase waren weit vorangeschritten. Zudem hatte sich Deutschland bereits 1954 in den sogenannten Pariser Verträgen verpflichtet, keine Massenvernichtungswaffen herzustellen. "Wir wollten auf keinen Fall den Eindruck erwecken, als würden wir uns selbst für solche Chemiewaffen interessieren," sagt eine mit den damaligen Diskussionen vertraute Person. Mit dem Wissen von Kanzleramt und Bundesverteidigungsministerium wurde die Probe deshalb in einem Labor in Schweden analysiert, nur die Formel wurde an den BND und das Vereidigungsministerium übermittelt. Was aus der Probe wurde, ist unklar, die schwedische Regierung erklärte auf Anfrage, sie könne den Vorgang in der Kürze der Zeit nicht aufklären. Auf Weisung von Kohl unterrichtete der BND einige seiner engsten Partner, darunter amerikanische und britische Geheimdienste. Später wurde eine Arbeitsgruppe aus fünf westlichen Geheimdiensten und dem BND eingesetzt, sie trug alle Erkenntnisse zu "Nowitschok" zusammen. In einigen Nato-Ländern kam es auch zu der Produktion von winzigen Mengen des Giftes, um eigene Schutzausrüstung, Messgeräte und mögliche Gegenmittel zu testen. Um das gute Verhältnis zum damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin nicht zu belasten, entschied sich die Bundesregierung die Existenz von "Nowitschok" nicht öffentlich zu machen. Der letzte sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow hatte schon 1987 versichert, dass die Produktion von C-Waffen eingestellt werde. In der Bundesregierung war man unsicher, ob der militärische Apparat ohne Wissen der politischen Führung weiter an der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen arbeitete. Im Auftrag Kohls sprach ein Emissär den Vorgang allerdings bei einem Treffen in Moskau an und erklärte, man wisse von den Kampfstoff-Entwicklungen. Der Überläufer kam später auf Umwegen nach Europa und wurde zumindest zeitweilig von der Bundeswehr betreut. In der heutigen Bundesregierung laufen inzwischen Bemühungen, den damals unter höchster Geheimhaltung gelaufenen Vorgang zu rekonstruieren. https://www.sueddeutsche.de/politik/geheimdienste-bnd-beschaffte-nervengift-nowitschok-in-den-90er-jahren-1.3982539?fbclid=IwAR1aLy0uEwRMzoTb7BbKCbbFIEOm5IqsBb-Q5mcVjVXYW1R01yYNSNhqLSM
2020-09-08 17:05
War irgendwie klar, dass hier solche Kommentare kommen. Ich komm mir vor wie bei KEN FM. Also haben die westlichen Geheimdienste auch Politowskaja, Nemzow und Litwinenko auf dem Gewissen? Wie lange wollen wir uns noch von den russischen Märchen einlullen lassen? Aber, wie schon gesagt, das machen wir ja mit China auch so. Ein bisschen Rummosern gegen Menschenrechtsverletzungen und dann wird wieder zur Tagesordnung übergegangen.
2020-09-06 23:43
Reden wir Klartext. Putin hat kein Motiv, Nawalny loszuwerden, im Gegenteil. Ihm kann es nur recht sein, dass sich die russische Opposition eine so schwache Führungsfigur ausgesucht hat, denn die Russen sind klug genug, um zu wissen: Ein Sturz Putins bringt nichts, so lange es keine seriöse Alternative gibt. Darüber täuschen auch die gelegentlichen Straßenkrawalle der immer selben Handvoll von Menschen nicht hinweg, die das Prinzip dagegen zu sein verinnerlicht haben und denen Protestgeschrei mehr liegt, als kreativer Gestaltungswille. So genannte Regimegegner, die es in Russland weniger gibt, als bei uns Querdenker. Schon deshalb hat der Westen Nawalny als Frontfigur gegen Putin längst abgeschrieben. Zwar präsentieren die Medien der Öffentlichkeit immer noch den liberalen freiheitlichen Volkstribun, der Russland Demokratie und Freiheit bringen wolle, der das Zeug dazu habe, den „Autokraten“ Putin zu stürzen und den Aufbau einer Zivilgesellschaft – was immer das auch heißen mag – zu beschleunigen, aber selbst die hartnäckigsten westlichen Putinkritiker wissen inzwischen: Nawalny ist ein Nationalist und vom Schlage eines Schirinowski, aber in der Formulierung konkreter politischer Ziele eher vage und widersprüchlich. Seine xenophoben Ausfälle gegen Einwanderer aus den ehemaligen zentralasiatischen Sowjetrepubliken sind der Gossensprache entlehnt und seine Eigenschaft, sich nicht festzulegen, kopflos vorzustoßen, um dann schnell wieder zurückzurudern, stößt nicht nur die Russen mehrheitlich ab. Erstmal an der Macht könnte er dem Westen unbequemer und vor allem unberechenbarer werden, als der Amtsinhaber. Nun kann der Westen Nawalny für seine Umsturzpläne nicht mehr gebrauchen, auch wenn er viele Jahre als aussichtsreichster Kandidat, Putin zu stürzen, finanziell und logistisch gepusht wurde, egal, ob er ins westlich-liberale Menschenbild passte oder nicht. Doch die Zahl seiner Anhänger in Russland kam aus dem Promillebereich nie heraus. Um überhaupt noch etwas mit ihm anzufangen, hat der Westen die Gunst der Stunde genutzt, ihn jetzt in Verbindung mit Nord Stream 2 über die Klinge springen zu lassen. Rücksichtslos, dilettantisch aber glasklar in seinem politischen Kalkül. Novitschok gehört zu den supertoxischen Substanzen, die sofort zum Tod führen. Es ist einfacher, ein solches Gift herzustellen, als es so zu verändern, dass es dem Opfer die Chance gibt zu überleben. Wie Wolgatreidler schon bemerkt hat: Es macht keinen Sinn, einen Nervenwirkstoff, der sofort töten soll, so zu modifizieren, dass er nicht tötet, jedoch Spuren hinterlässt, die eine Identifizierung als Nervenwirkstoff ermöglichen. Ob tot oder lebendig: Nawalny wird den Menschen in Russland nicht als Märtyrer in Erinnerung bleiben, sondern als tragische Figur, die an ihrer obsessiven Selbstüberschätzung gescheitert ist.
2020-09-05 06:47
Das ist ja schon eindrucksvoll, wie einseitig linear Sie hier Ihr Urteil über gut und böse, Täter und Opfer gefällt haben. Die Ausgangsfrage ist doch: Wem nützt es? Welchen Nutzen hat wer davon, den wohl prominentesten Kremlkritiker zu ermorden und es auf diese Weise zu tun? Putin nützt es nicht. Im Gegenteil. Ohne Not würde der russische Präsident eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland, die der Westen in diesem Fall umsetzen würde, nicht riskieren, zumal seine Politik grundsätzlich darauf angelegt ist, das stark angeschlagene Verhältnis zum Westen nicht noch weiter zu belasten. Und schon gar nicht zu einem Zeitpunkt, wo sich der Bau des von Ihnen erwähnten wirtschaftlichen Großprojekts Nord Stream 2 auf der Ziellinie befindet. Der über 1200 km langen Gaspipeline von der Narwabucht bis ins vorpommersche Lubmin, die inzwischen zu einem Symbol für die Belastbarkeit der europäisch-russischen Beziehungen geworden ist, fehlen bis zu ihrer Vollendung nur noch ca. 150 km Rohrleitung. Nächste Frage: Wenn ein so professioneller Geheimdienst wie der FSB einen Menschen vergiften will, warum sollte er dann ausgerechnet einen Giftstoff verwenden, dessen Herkunft so einfach und eindeutig als aus russischen Laboren stammend identifiziert werden kann? Diese Anschuldigung war im „Fall“ Skripal schon lächerlich und in hohem Maße unglaubwürdig. Wollte sich der FSB tatsächlich unliebsamer Zeitgenossen entledigen, würde er bestimmt nicht das soundsovielte Mal in Folge nach demselben primitiven Schema vorgehen und dem Westen Novichok-Steilvorlagen liefern, um sich dann treffsicher als Täter überführen zu lassen. Im Westen hingegen gibt es eine starke transatlantische Lobby, die durchaus Interesse hat, die Zwietracht zwischen Russland und Europa am Köcheln zu halten und zu vertiefen und die letzten verbliebenen Verbindungspunkte endgültig zu kappen. Dazu gehört auch Nord Stream 2. Nawalny ist Opfer des letzten panischen Versuchs des Westens, die Gaspipeline doch noch erfolgreich zu torpedieren, auch gegen den Willen der westeuropäischen Wirtschaft und sämtlicher beteiligten Energiekonzerne. Die USA und ihre Handlanger in Europa setzen alles daran, Europa und Russland wirtschaftlich zu entkoppeln. Dabei geht es nur in zweiter Linie um einen Verdrängungswettbewerb zugunsten von amerikanischem Flüssiggas, sondern vorrangig um geopolitische Ziele. Wer die Szene kennt, brauchte nicht viel Phantasie, um zu erahnen, wer als Reaktion auf den Mordversuch mit welchen Forderungen auf den Plan treten würde. Eine Sternstunde für CDU-Kanzleraspirant und Transatlantiker Friedrich Merz und die notorischen Russlandhasser Norbert Röttgen und Manfred Weber von der EVP. Russland hat zugesagt, sich an den Untersuchungen zum Hergang des Giftanschlags an Nawalny zu beteiligen. Sollten die russischen Ermittler herausfinden, dass auch andere Geheimdienste Zugang zu der Novichok-Substanz haben und in der Lage sind, sie einzusetzen, dann darf man auf die Erklärung des Westens gespannt sein.
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