Freitag 10 Juli 2020
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Zeitzeuge, Kategorie: news
Kategorie: news
erstellt: 2020-03-31 von: zeitzeuge

Die gesamte Welt befindet sich in Quarantäne. so etwas hat die Menschheit noch nie erlebt. Ist das die vorhergesagte Apokalypse? Überall sind die Strassen und Büros leergefegt, am Himmel sind keine Flugzeuge mehr zu sehen. Milliarden Menschen sind in ihrer Bewegungsfreiheit auf dem gesamten Planeten eingeschränkt. In vielen Ländern herrscht Ausgangssperre. Jeden Tag sterben Tausende von Menschen. Am Ende klnnte die Weltbevölkerung um einige Millionen Menschen dezimiert werden. Ein Horrorszenarium. Jedes Land kämpft für sich. Überall sind Kirchen und Gotteshäuser geschlossen. Millionen von alten Menschen sind von ihren Mitmenschen verlassen worden, befinden sich in Quarantäne. Staatschefs sagen, die Welt sei im Krieg. Möglicherweise befindet sich die Welt im Dritten Weltkrieg. Mit Atomwaffen ist er nicht zu besiegen. Flucht vor dem Virus ist das, was momentan zählt. Die Gesundheitssysteme in zahlreichen Ländern stehen vor dem Kollaps. Der Höhepunkt der Pandemie ist noch lange nicht erreicht. Die großen Helden in der Schlacht sind nicht Soldaten, sondern Ärzte und Krankenpfleger. Die Volkswirtschaften sind überall verwundet, viele Länder könnten die Corona-Krise finanziell nicht überstehen, werden Hilfe benötigen. Den unsichtbaren Feind - das Coronavirus oder das Covid-19 - wird die Welt irgendwann mit Impfstoffen besiegen, aber welchen Preis wird die Weltgemeinschaft zuvor bezahlen? Die Weltwirtschaftskrise ist nur eine der Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht. Es drohen danach soziale Unruhen, politische Umwälzungen, Revolutionen. Die Wohlstands- und Konsumgesellschaften, wohlbehütet in der Nachrkrieghszeit aufgewachsen, sind für diese Katastrophe mental schlecht gerüstet. Die USA versagen gänzlich als Führungsmacht der Welt. Sie werden den größten Schaden an der Corona-Krise davontragen, vielleicht ihre Supermachtstellung verlieren. Die EU als solche ist kaum besser dran. Europa kehrt zum Prinzip der Nationalstaatlichkeit zurück. Die Westeuropäer versuchen, das liberale Werte-Prinzip zu erhalten, die Osteuropäer kehren dagegen zum nationalistischen Autoritarismus zurück. Deutschland kämpft vorbildlich, besitzt das beste Gesundheitssystem der Welt, stößt aber auch an seine Grenzen. Es muss um alles in der Welt seinen Sozialstaat erhalten. Anderen EU Ländern und Nachbarn wird Deutschland aber kaum wirklich beistehen können, denn es muss sich selbst retten. Der verarmte Süden Europas wird den Norden Europas um Hilfe anflehen aber keine bekommen. Die Krise wird noch lange dauern und den Finanzetat der EU gänzlich verbrauchen. Die EU wird danach kein Geld für teure Umwelt- und Klimapojekte mehr haben, auch nicht für den Aufbau einer unabhängigen Verteidigungsstruktur. Die NATO-Manöver in Osteuropa sind abgesagt. Angesichts der weltweiten Pandemie sind die geostrategischen Konflikte um die Ostukraine, Krim, Syrien, Iran, Irak, Libyen, Jemen obsolet geworden. Sie interessieren kaumjemanden mehr. Die Großmächte, die sich in diese Konflikte eingemischt haben, sind mit der eigenen Rettung vor Carona beschäftigt. Derweilen hat sich China, wo die Corona-Epidemie ihren Anfang nahm, erholt und verzeichnet ein Ende der Ansteckung. China lässt seine Industrie wieder anlaufen und produzieren - es will nicht nur die Weltmärkte mit eigenen Waren überschwemmen, sondern auch anderen Industrienationen den Schneid abkaufen. China könnte die große Siegermacht aus dem Krieg gegen Corona hervorgehen - mit allen daraus folgenden Konsequenzen für die neue Weltordnung. Andere Kontinente stehen möglicherweise noch vor dem Gau. Noch befindet sich das Epizentrum der Corona-Krise im Westen, Asien hat Corona scheinbar besiegt. Doch was passiert, wenn der Virus auf Afrika und Lateinamerika richtig überschwappt? Dort lebt zwar, anders als im Westen, eine sehr junge Bevölkerung, die dem Exodus entgehen kann, doch die wirtschaftlichen Folgen des Zerfalls werden in den Entwicklungsländern kollosal sein. Manche behaupten, die Welt wird sich von der Corona-Krise genauso schnell erholen, wie nach der Finanzkrise. Andere bezweifeln das. Die Pandemie rafft den Kapitalismus, die freie Marktwirtschaft, Freiheiten dahin. Kommunismus, Sozialismus sind aber keine zukunftsträchtigen Alternativen. Die Welt wird definitiv eine andere sein, das werden wir spätestens Ende 2020 spüren. In vielen Ländern wird die Mittelschicht - die Trägerin der politischen Gesellschaft - verarmen und sich radikalisieren. Im Herbst werden wir froh sein - physisch überlebt zu haben. Doch welche psychologischen und ökonomischen Schäden werden wir zu verdauen haben? Staaten werden die Geldpresse anwerfen, aber die Gefahr der Hyperinflation und Preissteigerungen heraufbeschwören.  Halt - wird man rufen: die Menschheit ist nicht zerstritten, denkt und handelt solidarisch, sie wird gemeinsam die Krise überwinden, aus Opfern und Fehlern lernen und zur früheren Blüte schnell wieder zurückfinden. China macht das ja vor.    

Kommentare
2020-04-25 08:46
China wird als der große Sieger aus der aktuellen Krise hervorgehen und in seinem Fahrwasser Russland. In Deutschland und Europa werden sich die größeren Unternehmen mit globaler Bedeutung von chinesischen Investoren vor einer drohenden Pleite retten und aufkaufen lassen, und dies in einem bisher ungekanntem Ausmaß. Das werden die nationalen Regierungen längerfristig nicht unterbinden können und wollen, und auch Deutschland als führende Industrienation, die auf einen stabilen Arbeitsmarkt und Steuereinnahmen angewiesen ist, um den Sozialstaat weiter zu finanzieren, wird nicht umhin können, den Beschluss vom Juli 2017 rückgängig zu machen. Es ist schon fast 3 Jahre her, als sich die Bundesregierung ein Vetorecht gegen den Aufkauf renommierter exportorientierter deutscher Unternehmen geschaffen hat. Dabei hatte sie vor allem chinesische Interessenten im Blick. Während Politiker und Wirtschaftsweise in der Regel von ausländischen Investoren geradezu schwärmen, will man hier ein alles verschlingendes Monster chinesischer „Invasoren“ stoppen. Amerika konnte unterdessen aber weiter fleißig bei uns einkaufen gehen. Um Wohlstand und sozialen Frieden zu retten, kann es also nach Corona nur darum gehen, Standorte und somit Arbeitsplätze zu erhalten. Diese Situation kann dabei helfen, den nötigen gesunden Menschenverstand zurück zu gewinnen, um klar zu erkennen, welche Fehler wir in der Vergangenheit gemacht haben und einschneidende Korrekturen vorzunehmen. Dazu gehört, uns bei Handel und Investitionen endlich stärker auf unseren eurasischen Kontinent zu konzentrieren. Und hier steht Russland an erster Stelle, mit motivierten, unvoreingenommenen Menschen, die uns in der Vergangenheit immer als verlässliche und faire Handelspartner begegnet sind. Zwar wird die Wirtschaft Russlands in diesem und vermutlich auch nächsten Jahr stagnieren, doch das Land wird weniger als der Westen unter der Corona-Krise leiden, da es sich in allen lebenswichtigen Bereichen selbst versorgen kann und – Rohstoffe ausgenommen – noch keine klassische Exportnation ist. Leider ist Europa gerade dabei, sich ohne Not sein eigenes Grab zu schaufeln, was auf seinen durch und durch unreifen Umgang mit der Krise zurückzuführen ist, die keine hätte sein brauchen. Den Begriff der „Kriseneuphorie“, wie ihn Michael in seinem Kommentar gebraucht, finde ich sehr zutreffend. Man wird das Gefühl nicht los, als ergötze man sich in Europa an dieser Krise. Endlich haben wir auch mal schwere Zeiten durchzustehen! Lässt man sich die Rhetorik mancher Spitzenpolitiker und auch der Medien auf der Zunge zergehen, könnte man auf die Idee kommen, sie brauchen um jeden Preis ihren Trümmerhaufen, an dem sie sich endlich mal abarbeiten können. Es ist von „schwierigen Zeiten“, von „durchhalten“, ja gar von „Stunde Null“ und „Wiederaufbau“ die Rede, wie kurz nach 1945, mit inzwischen unerträglichen Floskeln wie „wir stehen das durch“, „wir halten durch“, „wir kriegen das hin“. Es fliegen keine Bomben, keine fremde Armee verwüstet das Land, auch keine höhere Gewalt. Hier soll ganz offensichtlich ein Zustand herbeiorganisiert werden, der sonst nur über Krieg oder Bürgerkrieg erreichbar wäre. „Der Krieg ist der Vater aller Dinge (…)“, sagte Heraklit schon vor 2500 Jahren. Da wir mit Krieg mittlerweile aber unseren ganzen Erdball und uns selbst vernichten können, brauchen wir ein anderes Instrument, um uns soweit runter zu bringen, dass wir die Karten nach 60 Jahren Wohlstand und 40 Jahren Überfluss neu mischen können. Die Märkte sind gesättigt, viele Industrienationen – allen voran die USA – höchst verschuldet. Dort konnten Behörden nach einem Government Shutdown 2018/19 wochenlang kaum arbeiten. Das Land hat eine Staatsverschuldung von über 20 Billionen Dollar! Auch die EU ist überschuldet, Deutschland, Frankreich und Italien liegen bei über 2 Billionen Euro, wobei Deutschland so das ziemlich einzige Land ist, das Schulden abbaut. Das zeigt die Schuldenuhr auf www.smava.de Es gibt also auf dieser Welt vor allem im Westen genug einflussreiche Menschen, die sich diese Stunde Null wünschen. Ein Vabanque-Spiel, das keine drohenden Konsequenzen scheut, im allgemeinen Sprachgebrauch aber Verschwörungstheorie genannt wird.
2020-04-13 09:59
Führende deutsche Politiker, zuletzt der Bundespräsident, machen uns in regelmäßiger Wiederkehr auf den Umstand aufmerksam, die Welt würde nach Corona eine andere sein, halten sich dabei aber bedeckt, was sie damit meinen. Was wissen die, was wir nicht wissen (können)? Mit Atomwaffen ist der nächste Krieg nicht zu gewinnen, wie Zeitzeuge zutreffend feststellt. Von dieser Wahnsinnsvorstellung können die Supermächte der Welt auch getrost abrücken, denn es gibt heute viel effektivere Waffen, die Staaten und Bündnisse beliebig testen können, ohne sich groß exponieren zu müssen. Was Corona angeht, so verfährt die Bundesregierung jedenfalls präzise und konsequent nach dem Teil des Drehbuches, den sie Anfang 2013 in ihrer Drucksache17/12051 bekannt gegeben hat: https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf Im dortigen Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012 wird ab Seite 55 das Szenario einer weltweiten Ausbreitung einer Pandemie durch das hypothetische Virus mit dem Namen „Modi-SARS“ simuliert und seine Auswirkungen auf Deutschland durchgespielt. Die – wenn auch geringe – Wahrscheinlichkeit einer akzidentellen oder intentionalen Freisetzung eines solchen Virus wird hierin durchaus in Betracht gezogen. In erstaunlicher Treffsicherheit geben die Autoren auf Seite 60 auch schon seine Herkunft preis: „Der Erreger stammt aus Südostasien, wo der bei Wildtieren vorkommende Erreger über Märkte auf den Menschen übertragen wurde. (…)“ Das Papier informiert u.a. über Wege der Krankheitsausbreitung, behördliche Maßnahmen, die Auswirkungen auf das öffentliche Leben, Politik und Volkswirtschaft. Es bezieht aber m.E. insbesondere im Bereich „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ kaum Risikofaktoren ein, die von der Reaktion der Bevölkerung ausgehen könnten. Staatliche Hilfspakete zur Rettung von Unternehmen werden ebenfalls nicht erwähnt. 7 Jahre später erleben wir jetzt aber die Uraufführung dieses Spektakels und das Publikum spendet den erwünschten Szenenapplaus, denn laut aktueller Umfragen sind angeblich zwei Drittel der Bevölkerung mit den Schutzmaßnahmen einverstanden, mit steigender Tendenz. Schließlich gilt es, Akzeptanz für den ausgerufenen Krisenfall zu erzeugen oder notfalls zu erzwingen. Frei nach Churchill: Never let a good crisis go to waste. Noch läuft alles nach Plan.
2020-04-11 19:26
Wie schon bei den Russland-Sanktionen setzt sich auch jetzt wieder Dogmatismus gegen die Vernunft durch, sprich die Politik gegen die Wirtschaft, den Motor, der „den Laden am Laufen“ hält, wie sich unsere Kanzlerin ausdrückt. Sie nutzt das Corona-Chaos, um zu zeigen, wer im Land das Sagen hat. Blockt alle Warnungen, Vorschläge und Dialogversuche der Wirtschaft ab, verschleppt wichtige Entscheidungen und setzt die meiste Energie daran, den Menschen im Lande zu vermitteln, sie tue ihnen etwas Gutes. Auch wenn es noch undenkbar scheint, so muss es jetzt ein Bündnis von Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften geben, das der Politik einstimmig und entschlossen klar machen, dass wir auf eine ökonomische Katastrophe zurasen, wenn nicht endlich Exitpläne auf den Tisch kommen, und zwar sofort. Mit einem Milliardenpaket, das nicht mehr kann, als die Staatsreserven in wenigen Wochen aufzuzehren, ohne der Wirtschaft nachhaltig zu helfen, kann man zwar kurzzeitig Wählerstimmen, aber keine Volkswirtschaft retten. Noch immer werden diejenigen, die heute berechtigterweise vor den Konsequenzen unserer selbst gestrickten Krise warnen, mit der Moralkeule bedroht, und das zum Teil massiv. Es kommt uns in der westlichen Welt jetzt schon teuer zu stehen, dass wir das Corona-Virus zu einer der größten Krisen seit Menschengedenken aufgeblasen haben. Doch noch ist es nicht zu spät, das Steuer herumzureißen und das Schlimmste zu verhindern. Aber das wird offensichtlich nicht gewollt. Bei der Lösung zu einer Lastenverteilung innerhalb der EU drängt die Kanzlerin zwar auf´s Tempo, beabsichtigt aber nicht, den Menschen in Deutschland zügig die Freiheit zurückzugeben, das Geld dafür zu erwirtschaften. Europa steht still in der naiven Annahme, man könne jetzt alles einfrieren und zu gegebener Zeit wieder auftauen und dann einfach so weitermachen wie bisher. Während UNO-Generalsekretär Guterres kürzlich vor weltweiten sozialen Unruhen warnte, testen die nationalen Regierungen gerade aus, mit wie wenig Demokratie sie auskommen können. Die Bevölkerungen werden unterschiedlich reagieren. Während sich die Deutschen nach altbewährter Manier einschüchtern lassen, werden bei uns die Minderheiten bald auf die Straße gehen. Auch in den anderen Staaten wird man dem Treiben nicht lange zusehen. Italiener, Polen oder Franzosen lassen sich nicht ewig wegsperren. Insgesamt kann man jetzt schon sagen, dass diese „Krise“ der Anfang vom Ende der EU ist, so wie wir sie kennen. Auch wenn der Norden den Süden retten wollte, er wird es nicht können, hat er es seinerzeit schon kaum geschafft, Griechenland über Wasser zu halten. Während der Rest der Welt nach Corona so weiter macht wie bisher, wird Europa viel Zeit und Energie damit verschleudern, sich unter dem selbst herbeigeführten ökonomischen Druck einer gigantischen Verschuldung und Hunderttausender Firmenpleiten neu zu sortieren. Ausgang ungewiss.
2020-04-06 06:54
Schon der aktuelle Zwist über die Coronabonds zeigt die Uneinigkeit Europas. Zwar schwört sich die EU gerade jetzt wieder auf Solidarität ein und hätte endlich einmal die historische Chance gehabt, zu zeigen, wie eng sie inzwischen zusammengewachsen ist. Doch offene Grenzen und dasselbe Geld schaffen noch keine gemeinsame Identität, das beweist die jüngste Debatte über die Schuldenverteilung nach Corona. Nun muss man aber gerechterweise zugeben, dass es in Wahrheit immer die gut organisierten, solide wirtschaftenden Industrienationen des Nordens sind, die dem schwächeren Süden und Osten in Krisenzeiten unter die Arme greifen und damit die Stabilität des Euro schon einmal aufs Spiel gesetzt haben. Es kann auch nicht Sinn und Zweck von Staatsanleihen sein, dass die Staaten mit geringer Verschuldung für die chronisch verschuldeten EU-Länder mit geringer Bonität den Kapitalmarkt anzapfen, weil sie noch als einzige Geld bekommen, was sie dann verteilen, und dann zu hohen Zinsen wieder zurückzahlen müssen. Um zu verhindern, dass der zu Rettende den Retter mit runterzieht, gibt es ja auch die Nichtbeistands-Klausel, wonach jeder Staat selbst für seine Schulden verantwortlich ist. Doch wie soll das in einem gemeinsamen Währungsraum funktionieren? Die Solidarität, zu der sich die Staatengemeinschaft verpflichtet hat, ist auch deswegen leider nur einseitig, weil sich manches Mitglied offensichtlich daran gewöhnt hat, sich im Bedarfsfall retten zu lassen und daher hemmungslos weiter Schulden macht. Und Brüssel kann den Menschen in Nordeuropa kaum noch erklären, warum sie mit ihrem Geld die Rentenprobleme in der Süd-EU lösen sollen. Schon einmal, im Zuge der Griechenland-„Rettung“, wurde, wenn auch nicht ernsthaft, die Teilung des Euro in einen Nord- und Süd-Ableger erwogen. So abwegig? Bleibt der Euro oder stehen wir bereits kurz vor der nächsten Währungsreform? In den USA kann die Coronakrise Präsident Trump bei den nächsten Wahlen das Amt kosten. Mit seinen konfusen, widersprüchlichen Entscheidungen und Anordnungen hat er viel Vertrauen verspielt. Für die Demokraten ist Corona jetzt der beste Wahlkämpfer. Sie können in Ruhe zusehen, wie sich Trump, der das Allgemeingut Gesundheit zu einem Luxusartikel pervertiert hat, langsam selbst zerlegt. Doch auch für die Demokraten wird es schwer, Amerika als Supermacht künftig gegen die asiatische Konkurrenz stark zu halten. Kapitalismus und freie Marktwirtschaft werden als kaum zu erschütternde Konstanten nahezu unbeschadet aus der Coronakrise herauskommen. Keine Krise und kein Krieg konnten ihnen in der Vergangenheit etwas anhaben. Mit Freiheiten und Menschenrechten sieht das schon anders aus. Das Schengen-System wird gewiss reformiert werden und die westliche Politik wird Regelungen schaffen, die Globalisierung in Produktion und Handel einzuhegen. Die Nationalstaaten werden also wieder vorrangig innerhalb der eigenen Grenzen produzieren wollen. Ich vermute aber nicht, dass sich die Welt und ihre aktuellen Wertekodices nach und durch Corona grundsätzlich ändern werden. Moderne Industriegesellschaften lassen sich in ihrer Komplexität nicht so mir nichts dir nichts umkrempeln. In absehbarer Zeit wird es vermutlich eine, wie die Mediziner sagen, „Durchseuchung“ der Gesellschaften mit Covid 19 geben, möglicherweise wird demnächst ein Impfstoff auf dem Markt sein, und dann werden wir wieder zur Tagesordnung übergehen. Bleibt zu hoffen, dass wir bald in die Phase eintreten, in der die Vernunft wieder das Primat vor Hysterie und Aktionismus einnimmt. Im Augenblick verharren wir vor dem unbekannten Gegner noch immer in unserer Schreckstarre wie das Kaninchen vor der Schlange. Sorgen sich die Politiker nicht viel zu wenig über die öffentliche Sicherheit? Wer den Menschen vormachen will, man könne die Eindämmung einer Epidemie betreiben, indem man alles andere auf unbestimmte Zeit fallen lässt und sämtliche Störfaktoren, die aber letztendlich zu unserem Leben gehören und unser wirtschaftliches Überleben sichern, auf unbestimmte Zeit in einen Dornröschenschlaf versetzen, der sollte einmal präzisieren, wie er sich ein solches Szenario mit allen seinen Konsequenzen vorstellt. Der nimmt billigend in Kauf, dass Menschen und zwar aller Generationen auf unabsehbare Zeit verarmen und es zu anarchischen Zuständen bis hin zum Kontrollverlust über breite Teile der Gesellschaft kommen kann. In Frankreich wurden bereits Supermärkte geplündert. Haben wir uns einmal Gedanken darüber gemacht, wie lange wir die Muslime in unserem Land wegsperren können? Am 23. April beginnt in diesem Jahr der Ramadan, wo sich die Menschen täglich nach Sonnenuntergang in größeren Gruppen treffen, um zusammen die Mahlzeiten einzunehmen. Viele von ihnen akzeptieren keine Gesetzgebung, die über der göttlichen steht. Will der Staat hier Ausnahmen machen und wie will er sie rechtfertigen? In Israel gibt es dieses Problem jetzt schon, wo sich orthodoxe Juden den Quarantänebestimmungen des Staates widersetzen. Wer in so einer Lage Deutschland und Europa immer noch bedingungslos krank schreiben will, hat offenbar die ganze Tragweite des Problems noch nicht begriffen.
2020-04-02 19:54
Bleibt zu hoffen, dass sich Ihr letzter Gedanke bewahrheiten wird. In der Tat stehen die europäischen Nationalstaaten in ihrem Kampf gegen Corona allein da, darüber täuschen auch die Handvoll italienischer und französischer Patienten, die sich derzeit in Deutschland behandeln lassen, nicht hinweg. Eine nette symbolische Geste in schweren Zeiten, mehr aber auch nicht. Wenn es jedoch darum geht, irgendwann nach der Pandemie gemeinsam die Schuldenlast zu tragen, hören Solidarität und Einigkeit bereits auf. Dass Corona sich in Deutschland nicht ganz so schnell ausbreitet, wie in Italien, Spanien oder Frankreich bzw. dass es – vorerst – weniger Todesopfer gibt, liegt vielleicht auch daran, dass hierzulande mehrere Generationen nicht mehr unter demselben Dach oder gar in derselben Wohnung leben und bestimmt an dem guten Gesundheitssystem, das bis vor einigen Jahre noch hervorragend war, aber inzwischen auch schon kaputtprivatisiert wird. Die Schließung von Krankenhäusern und die schonungslose Ausbeutung von Pflegepersonal stehen exemplarisch dafür. Dass bislang noch kein Chaos ausgebrochen ist, ist jedenfalls nicht das Verdienst einer Regierung, die so etwas wie Krisenmanagement an den Tag legen würde, auch wenn dieser Begriff immer wieder die Runde macht. Im politischen Deutschland haben wir es – vielleicht etwas überspitzt formuliert – mit einer gewissen Kriseneuphorie zu tun. Die große Koalition und darin gewisse Einzelpersonen, die samt und sonders auf den Kanzlerposten schielen, versuchen sich jetzt als Retter in der Not zu profilieren, doch ihr Handeln ist eher von Planlosigkeit, Unsicherheit und Nervosität gekennzeichnet. Trotzdem bemühen sich die Medien erfolgreich darum, den Eindruck von „alles unter Kontrolle“ zu vermitteln. Dazu passt die perfekte audiovisuelle Selbstinszenierung unserer Repräsentanten im Bundestag, die im gebührlichen Corona-Mindestabstand ihr Milliardenpaket durchgewinkt haben, das nicht mehr bewirken wird, als Wirtschaft und die soziale Grundversorgung für wenige Wochen notdürftig über Wasser zu halten. Aber der Wahlkampf ist schon in vollem Gange, und die Law-and-Order-Politik kommt in diesen Tagen besonders gut an, vermittelt sie doch das behagliche Gefühl von: „Sorgt euch nicht, vertraut uns, wir denken schon für Euch“. Dabei sind wir auf dem besten Weg, Deutschland und Europa wirtschaftlich gegen die Wand zu fahren. Unpassend, weil überzogen und auch gefährlich ist hier die Aussage des von mir sonst sehr geschätzten französischen Präsidenten, Frankreich befinde sich „im Krieg“. So eine Bemerkung wäre vor hundert Jahren, als kurz nach dem Ersten Weltkrieg die Spanische Grippe grassierte, undenkbar gewesen. Zu Begrifflichkeiten wie „Kriegsrecht“ und „Mobilmachung“ ist es dann bloß noch ein Schritt. Hier sieht man, dass selbst die führenden Staatsoberhäupter unserer Tage kein Gespür für Relationen mehr haben. Dass Menschenleben gerettet bzw. dieser Bedrohung nicht ausgesetzt werden dürfen, ist doch vollkommen klar. Aber wenn wir unsere Industrie stilllegen, dann kann das gefährliche unabsehbare Folgen für unser und das Leben unserer Nachkommen haben – Armut, Kriminalität, Gewalt bis hin zu Anarchie und Bürgerkrieg. Und die Zahl der Opfer wird höher sein, als nach jedem denkbaren Corona-Virus, und zwar durch alle Generationen hindurch. Warnungen dieser Art, die weitsichtige Politiker und Ökonomen dieser Tage hören lassen, werden schnell als inhuman abgebügelt, so dass man sich inzwischen schämt, überhaupt an einen Exit nur zu denken. Anstatt uns aber vom Nebel der Tagespolitik den Blick verschleiern zu lassen, könnten wir einmal mit etwas weniger Argwohn und Hochnäsigkeit schauen, wie China die Krise bewältigt, auch wenn Corona dort gewiss noch nicht besiegt ist. Peking hat aber begriffen, dass sich der Globus gerade mitten in einer Neuordnung der Weltwirtschaft befindet, wo es gilt, Tempo zu machen und sich so schnell wie möglich wieder neu zu organisieren, um die Welt nach Corona auch politisch zu dominieren. Russland wird sich nolens volens in absehbarer Zeit an China dranhängen. Für uns Europäer wäre jetzt der Moment da, neue Märkte zu erschließen, alte Handelswege wieder zu beleben und sich dabei wieder mehr auf den eurasischen Kontinent zu konzentrieren. Als erster Schritt müssen endlich die sinnlosen Russland-Sanktionen aufgehoben werden. Personenschutz und die Sicherung der Gesundheitssysteme einerseits und die Konsolidierung der Wirtschaft andererseits sind kein Gegensatz, sie bedingen einander. Und ich stimme Ihnen zu, hier läuft der Westen Gefahr, den Anschluss zu verpassen. Weder das wohlstandsverwöhnte Europa noch das eigensüchtige Amerika werden wohl gestärkt aus dieser Ausnahmesituation hervorgehen, sondern Nationen, die krisenerprobt sind.
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Manfred Weber, der CSU-Europapolitiker und Spitzenkandidat der EVP für das Amt des Vorsitzenden der Europäischen Kommission. Er will Europa zusammenführen. Aber er meint nur die EU. Russland gehört für ihn nicht zu Europa, das geht aus sämtlichen Interviews und anderen Äußerungen...
Kategorie: news, erstellt: 2018-12-14 von: michael
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Die Corona-Krise hat die Welt in Aufruhr versetzt. Amerika schlägt wie wild um sich, will den Verlust seiner unangefochtenen Weltmachtrolle nicht kampflos hinnehmen. Aber die USA stehen vor gigantischen Herausforderungen. Das Image Amerikas in der Welt ist angekratzt, im Kampf gegen die Pandemie...
Kategorie: news, erstellt: 2020-06-30 von: zeitzeuge
Der französische Präsident Emmanuel Macron versteht als einziger Führungspolitiker in der EU, dass ein Europa ohne - oder gar gegen - Russland nicht funktionieren kann. Er besinnt sich immer wieder, zuletzt auf der Münchner Sicherheitskonferenz, auf das Konzept des Gemeinsamen Raumes vom...
Kategorie: news, erstellt: 2020-02-21 von: zeitzeuge
Das vergangene Jahrzehnt war das schwierigste und alarmierendste in der Geschichte der Europäischen Union. Die Zwanziger Jahre könnten noch komplizierter und gefährlicher werden. Möglicherweise stehen wir vor dem Anfang des Endes des Westens, so wie wir ihn kennen. Eine neue Generation...
Kategorie: news, erstellt: 2019-12-16 von: zeitzeuge
Zu Beginn des Kalten Krieges schrieb der bekannte Schriftsteller George Orwell seinen weltberühmten Roman 1984. Er sah den globalen Überwachungsstaat mittels modernster Informationstechnologien lange voraus. Er zeigte auf, wie die Geschichtsschreibung ständig verfälscht wurde, um den...
Kategorie: news, erstellt: 2019-11-01 von: zeitzeuge
Die USA ziehen sich unter Donald Trump aus dem Mittleren und Nahen Osten zurück. Das goldene Ölzeitalter ist vorbei, der Islamismus einstweilen besiegt. Die USA fördern und verkaufen selbst ihre Energieressourcen, am Persischen Golf ist nichts mehr zu gewinnen. Nur den Schutz Israels werden die...
Kategorie: news, erstellt: 2019-10-16 von: zeitzeuge
Die Bunderegierung hat sich mit ihrer, bis zum Fanatismus praktizierten werteorientierten Aussenpolitik, in eine gefährlich Lage manövriert. Der Merkel-Regierung fehlt es an Realismus und das in einer historischen Phase, wo sich die Weltordnung dramatisch verändert. Deutsche Politiker bejubeln...
Kategorie: news, erstellt: 2019-09-13 von: zeitzeuge
Der Weltumbruch lässt nicht auf sich warten. Vor 8 Jahren wurde die Welt Zeuge des Arabischen Frühlings. Der Westen triumphierte. Er träumte von eine Demokratisierungswelle im ganzen arabischen Raum. Es sah fast so aus, als ob sich der Mittlere Osten, der Nahe Osten und die Mahreb Staaten von...
Kategorie: news, erstellt: 2019-08-12 von: zeitzeuge
50 Jahre her startete die Mondrakete Apollo 11 mit drei Astronauten an Bord. Das gesamte amerikanische Weltraumprogramm der Jahre 1961-69 war darauf ausgerichtet, einen US-Amerikaner vor den Russen auf den Erdtrabanten zu bringen. Apollo 11 war der einundzwanzigste bemannte US-Flug ins All. Die...
Kategorie: news, erstellt: 2019-07-16 von: zeitzeuge
Russland hat den Postenschacher in der EU mit einem Grinsen verfolgt. Wie oft wurde dem Kreml um die Ohren gehauen, dass in Russland keine Demokratie herrsche, dass nur dort nur Seilschaften regieren würden, dass alles Personalentscheidungen nicht transparent erfolgen würden. Und welches Bild...
Kategorie: news, erstellt: 2019-07-03 von: zeitzeuge
Die Welt rast auf einen Konflikt USA gegen China zu. Die USA überlegen, ob sie den rasanten Aufstrieg Chinas zur ebenbürtigen Supermacht überhaupt noch mit nicht-militärischen Mitteln stoppen können. Wenn man die Analysen führender US Think Tanks studiert, kommt man unweigerlich zu dem Schluss,...
Kategorie: news, erstellt: 2019-06-05 von: zeitzeuge
Wostok 1, Apollo 13, Columbia - wem sagen die Namen heute noch etwas? Alle drei Raumflüge schrieben jeweils am 11-12. April Geschichte. Vor genau 58 Jahren flog der Russe Juri Gagarin als erster Mensch ins All. Er umkreiste 1 Mal die Erde und landete nach 100 Minuten in der russischen Steppe....
Kategorie: history, erstellt: 2019-04-10 von: zeitzeuge
Wird die Welt wiede Zeuge eines „arabischen Frühlings“? Erinnerungen an das dramatische Jahr 2011 werden wach, als in Tunesien, Ägypten, Libyen und schließlich Syrien Bevökerungsunruhen ausbrachen und es zu Regimewechseln kam, die der Westen mitbefeuerte. Plötzlich schien es, als ob das liberale...
Kategorie: news, erstellt: 2019-04-09 von: zeitzeuge
Der Ex-Direktor der Kontrollabteilung der ausländischen Vermögenswerte des amerikanischen Finanzministeriums, John Smith, hat gestern in Berlin deutsche Firmen und Banken davor gewarnt, weiter mit dem Iran und Russland Geschäfte zu tätigen. Der US-Kongress hätte schwerwiegende...
Kategorie: news, erstellt: 2019-04-02 von: zeitzeuge
Die Welt hat kaum noch Visionen. Die Welt befindet sich in der Revision. Die Aufklärung - eine der größten humanistischen Entwicklungen der Menschheitsgeschichte - ist an ihre Grenzen gestossen. Eine weitere Aufklärung führt nicht mehr zur "Befreiung" oder "Selbstentfaltung" des Menschen, nicht...
Kategorie: news, erstellt: 2019-04-01 von: zeitzeuge
Aus Washington kommen immer neuere Hiobsbotschaften, welche die westeuropäischen Verbündten zunehmend irritieren. Dinge, die vor Monaten noch als unmöglich galten, werden Realität. Es scheint offenkundig, dass die Amerikaner sich gegen die neuen geopolitischen und wirtschaftlichen...
Kategorie: news, erstellt: 2019-03-20 von: zeitzeuge
Vor genau 54 Jahren wurde die Welt Zeugin des ersten Ausstiegs eines Menschen aus der Raumkapsel in den Weltraum. Am 18. März 1965 stieg der sowjetische Kosmonaut Alexei Leonow, nur durch eine Versorgungsleine mit dem Raumschiff Woschod-2 verbunden, aus einer für diesen Einsatz extra...
Kategorie: history, erstellt: 2019-03-18 von: zeitzeuge
Im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine am 31. März, fragen sich manche Beobachter, ob ein Machtwechsel im zweitgrößten Nachfolgestaat der Sowjetunion den russisch-ukrainischen Konflikt (oder Krieg) beenden kann. Die einen sagen: das sei unmöglich. Die Beziehungen der...
Kategorie: news, erstellt: 2019-03-17 von: zeitzeuge
Die Menschheit gerät immer stärker in den Sog neuer Konfikte. Die Unordnung in der Welt wächst. Ein großer Krieg ist nicht mehr auszuschließen. Die weltweiten Auseinandersetzungen haben nichts mit territorialen Ansprüchen und Eroberungen, wie in den früheren Jahrhunderten, zu tun. Kein Staat...
Kategorie: news, erstellt: 2019-02-19 von: zeitzeuge
Die Welt schaut gebannt auf die Münchner Sicherheitskonferenz. Für viele Beobachter ist sie nichts weiter als ein Jahrmarkt der Eitelkeiten. Entscheidungen werden von ihr nicht erwartet. Anführer kleinerer Länder, die ansonsten unbedeutend sind, erhalten in München eine einzigartige Möglichkeit,...
Kategorie: news, erstellt: 2019-02-15 von: zeitzeuge
Eine der Schicksalsfragen für Europa ist sein künftiges Verhältnis zu Russland. Wird die Europäische Union es eines Tages schaffen, ein gemeinsames Haus mit Russland und den ehemaligen Republiken der Sowjetunion zu errichten, oder wird Russland wieder zum Gegner und Feind Europas. Deutschland...
Kategorie: news, erstellt: 2019-01-28 von: zeitzeuge
Die Deutsche Wirtschaft kennt die makroökonomischen Zahlen zu Russland, vor allem die Korruption in diesem Land. Jedem ist überlassen, das Glas halbleer oder halbvoll zu sehen. Russlands Wirtschftsmodernisieung stockt. Der Grund: Die Führung des Landes will die Entwicklung von oben steuern, um...
Kategorie: news, erstellt: 2019-01-21 von: zeitzeuge
Droht Großbritannien das gleiche Schicksal wie der Sowjetunion vor 30 Jahren? Als Folge des Brexits könnte Schottland und Wales - Länder, in denen die Bevölkerung im Referendum überwiegend für den Verbleib in der EU votiert hatte - das Vereinigte Königreich verlassen. Der Verlust Schottlands...
Kategorie: news, erstellt: 2019-01-17 von: zeitzeuge