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Zeitzeuge, Kategorie: news
Kategorie: news
erstellt: 2019-12-16 von: zeitzeuge

 

  

Das vergangene Jahrzehnt war das schwierigste und alarmierendste in der Geschichte der Europäischen Union. Die Zwanziger Jahre könnten noch komplizierter und gefährlicher werden. Möglicherweise stehen wir vor dem Anfang des Endes des Westens, so wie wir ihn kennen. Eine neue Generation von Politikern und Denkern muß her, um Europa wieder auf den richtigen Stabilitäts- und Wachstumskurs zu bringen; die jetzige ist verblendet vom Triumphalismus der vergangenen 30 Jahre und ist unfähig, kluge Entscheidungen zu treffen. Die EU ist mit gravierenden Problemen überfrachtet, keines davon ist mittelfristig lösbar und jedes wiegt so schwer, dass die EU an jedem dieser Probleme zerschellen könnte. 

Nehmen wir den Brexit, den die übrigen EU Länder noch verhindern suchten. Die USA dagegen unterstützten den Brexit, Washington plant eine Freihandelszone mit Großbritannien nach dem Brexit. Wahrscheinlich gibt es auch ein spezielles Militäsbündnis zwischen Washington und London - diese beiden Staaten werden gemeinsam versuchen Weltpolitik zu machen. Deutschland und Frankreich entwickeln folglich ihre eigene Agenda, lassen sich nicht von den Angelsachsen domistizieren. Der Westen spaltet sich dann.

Die USA sind das größte Problem Europas. Die Amerikaner stecken im geopolitischen Kampf mit ihren Konkurrenten Russland und China, von den Westverbündeten wird unbedingter Gehorsam abverlangt. Die EU soll, so fordern es die Amerikaner, keine Energie mehr aus Russland beziehen und keine Technologie mehr aus China kaufen. Den USA geht es darum, dass Moskau und Peking im Westen kein Geld mehr für ihre militärische Aufrüstung verdienen. Die USA dachten, Russland und China zu demokratisien; nachdem der Versuch vor 20 Jahren fehlgeschlagen ist, sinnt man in Washington auf Eindämmung der Rivalen. Vermutlich werden die Europäer einknicken, denn sie sind wirtschaftlich vom US Markt absolut abhängig. Damit treibt der Westen Russland weiter in die Arme Chinas. Das neue Eurasien ist am Entstehen - und der Westen wird später zutiefst bereuen, keine Partnerschaft mit ihm eingegangen zu sein. Statt den Schulterschluss zu suchen, will die EU beiden Ländern Konkurrenz machen - im Mittleren Osten, Zentralasien und in Afrika. Die EU wird sich an dieser Aufgabe zerreiben. 

Das nächste Problem ist die Überalterung der europäischen Gesellschaften, die die überlasteten Sozialsysteme sprengen kann. Das Rentenproblem schieben die EU-Staaten seit Jahrzehnten vor sich her, in den 2020er Jahren kann es hier zu dramatischen Folgen führen, wenn die Babyboom Generation in Rente gehen wird. Weiteres Problem ist das Auseinanderdriften der Euro-Zone. Der Norden Europas wird reicher - der Süden ärmer. Einen einheitlichen Finanzraum mit einem Budget wird es nicht geben, dagegen werden die Bevölkerungen in Nord- und Osteuropa rebellieren. Schließlich das Klima-Problem. Deutschland prescht mit einer Öko-Revolution vor, doch wenige EU-Staaten wollen Berlin folgen. Die Osteuropäer lehnen eine schnelle Decarbonisierung ihrer Wirtschaften ab, denn sie wollen zunächst mit traditionellen Energien ihren Wohlstand absichern, bevor sie die teuren alternativen Energiequellen zueigen machen. Die Öko-Revolution wird vermutlich im Keime erstickt werden, sabotiert von den eigenen europäischen Gesellschaften, nicht zu denken an die USA, Indien und China - die weltweit größten Umweltverschmutzer, die für die deutsche Öko-Revolution nur ein müdes Lächeln übrig haben. 

Der Trend der Weltpolitik für die 2020er Jahre ist erkennbar. Der transatlantische Block wird schwächer, bleibt aber unter amerikanischem Druck zusammen. In Asien entwickelt sich eine Gegen-Allianz, in der China die erste Geige spielen wird. 

Kommentare
2020-01-09 11:20
Aber welche Chance hat denn Europa jetzt noch? Das ist doch eine Bankrotterklärung auf der ganzen Linie! Ich denke sehr wohl, dass sich Deutschland anglo-amerikanisch domestizieren lässt. Wir sind doch schon mittendrin! Wo blieb denn nach den US-amerikanischen Sanktionsbeschlüssen gegen Nordstream 2 der überfällige Aufschrei in Berlin? Nach dem Mord an Zelimkhan K. ist das politische Berlin in seine reflexhafte antirussische Hysterie verfallen, während die amerikanische Unterminierung der europäischen Energiesicherheit kaum einmal zart ankritisiert wird. Präsident Macron hingegen will eigene, europäische Wege gehen und wird postwendend von Herrn Maas abgebügelt. Schon in der Frage der zukünftigen Funktion der NATO haben die USA ungehindert einen Keil zwischen Deutschland und Frankreich treiben können. Beide Staaten, einst eng befreundet, driften derzeit gefährlich weit auseinander, die Hauptschuld daran trägt Deutschland, deren Führungseliten lieber ihre langjährigen Connections mit dem amerikanischen Deep State pflegen und sich dafür sogar bevorzugt in Trumps „America First“-Politik verwickeln lassen, anstatt mit Frankreich ein neues unabhängiges Europa zu bauen. Was speziell Deutschland angeht, so beherrscht uns jetzt, wie ich schon ein paar Mal an früherer Stelle auf diesem Forum geschrieben habe, eine verbrannte Generation von Menschen, die den Wohlstand als etwas von Gott gegebenes (sofern sie überhaupt noch an ihn glauben) verinnerlicht haben und meinen, dies sei nicht die Frucht harter, konzentrierter und kreativer Arbeit, sondern der Lohn für ein reines Gewissen, das die Gnade der späten Geburt mit sich bringt und das nicht befleckt werden kann, so lange man glaubhaft die richtige Gesinnung zur Schau trägt. Aber wir haben es trotzdem nicht geschafft, eine unserer fatalsten Grundeigenschaften abzulegen: Wir Deutsche lassen uns noch immer wie vor 120 Jahren wie ein Zirkuspudel widerstandslos und unreflektiert von vermeintlichen Autoritäten abrichten und so eine Anpassungsfähigkeit einpeitschen, mit der wir uns hervorragend bis zur Selbstverleugnung assimilieren. Dass uns Fremdbestimmung mehr Lust als Last bedeutet, unterscheidet uns von anderen Nationen. Besessen von unserem ebenfalls typisch deutschen Herdentrieb hecheln wir jedem Trend hinterher, den uns die Medien aktuell als hip vorgaukeln: Hunderttausende lassen sich für „Fridays for Future“ einspannen, in dessen Schatten die NATO zur selben Zeit ohne den geringsten Widerstand Europa zum größten Waffenarsenal der Welt hochrüsten kann. Wie absurd ist das alles eigentlich?! Ein deutsch dominiertes Europa mit solchen Menschen an vorderster Front könnte nie einen eigenständigen gleichwertigen Block in dieser Welt bilden. Wir sind gezwungen, uns irgendwo dranzuhängen, und was liegt näher, als uns an den Rockzipfel der USA zu klammern? Eine neue Generation müsste den Mut zur Verantwortung, der heute fehlt, durch Lebenserfahrungen in sich wachsen lassen. Aber das Europa von heute bietet dafür keinen Nährboden. Hier muss heute niemand mehr den Lebenskampf früherer Generationen ausfechten. Noch nicht. Das wird erst wieder nötig, wenn wir Europa irgendwann so gegen die Wand gefahren haben werden, bis es endlich wehtut. Wir sind auf dem besten Wege dorthin. Der Wohlstand, für den wir unter 60jährige gar nichts können, hat uns leider nicht nur gut getan. Wir haben uns in unserer Verzärtelung daran gewöhnt, Luftschlösser zu bauen, uns fehlt jegliche praktische Intelligenz und die Kraft, sie umzusetzen. Und so bleibt Europa im jetzigen Stadium nichts weiter übrig, als sich Amerika oder Eurasien als Juniorpartner anzudienen, sofern uns der expandierende Islamismus überhaupt noch Zeit dazu lässt.
2019-12-25 12:11
Ganz so pessimistisch wie Wolgatreidler sehe ich die Entwicklung Europas nicht. Ich spreche bewusst nicht von der Europäischen Union, die in ihrer jetzigen Form das kommende Jahrzehnt kaum überleben wird. Mir geht es um die Chancen europäischer Nationen in einer veränderten Welt. Vor allem die osteuropäischen Staaten haben trotz wirtschaftlicher Defizite erhebliches Zukunftspotential: Sie haben dem Westen ihre wichtigen kollektiven Erfahrungen als frühere Mitglieder des Ostblocks voraus. Es hat die Menschen seit Ende der 1980er Jahre geprägt, in einen Systemwechsel hineinzuwachsen, mit allen seinen Konsequenzen: Armut, Entbehrungen, zerrissene Familien durch Wirtschaftsemigration, die andererseits ein hohes Maß an Leidensfähigkeit, Überlebenskampfgeist, Selbstbehauptungswillen und Improvisationskunst, aber auch wertvolle Auslandserfahrungen mit sich gebracht haben. Die Bürger der östlichen Europäischen Union von Estland bis Bulgarien stehen heute mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen und mitten im Leben, anders als die Mehrheit der realitätsfremden Westeuropäer, die, abgesehen von ihrem jährlichen Cluburlaub auf Malle, oft Jahrzehnte lang aus ihrem Landkreis nicht wesentlich herausgekommen sind und ihr Wissen über die Welt aus solchen Informationsquellen wie „Bild“ und GEZ schöpfen. Von der Trenderscheinung Liberalismus verblendet sind eigentlich nur Deutschland und BeNeLux sowie Skandinavien und Frankreich mit Einschränkungen. In den eher konservativen Gesellschaften Süd- und vor allem Osteuropas spielen nationale Werte, Traditionen und mehr und mehr auch das Christentum – nicht zuletzt als Bollwerk gegen den Islamismus in Europa – eine weitaus größere Rolle. Trotz ihrer Komplexe und Revanche-Neurosen gegenüber Russland stehen Länder wie Polen oder die baltischen Staaten in ihrer Lebensphilosophie Russland näher als die westeuropäischen Nationen. Das Problem ist bloß, dass sie als Trojanische Pferde Washingtons den Westen Europas außen- und verteidigungspolitisch lahmlegen, obwohl sie die Modernisierung ihrer Infrastruktur und Industrien den EU-Finanztransfers von West nach Ost verdanken, dank derer sie bis heute einen gewissen Wohlstand genießen und ihre Volkswirtschaften über Wasser halten. Allein die Russlandpolitik zeigt, dass die EU niemals mit einer Stimme sprechen wird. Dieses Projekt war gut gedacht, doch schlecht gemacht und wird letztlich zum Scheitern verurteilt sein – wie einst der Kommunismus. Aber es muss ja trotzdem nicht zum Schaden für Europa sein. Besonders vor Wahlen warnen Brüssels Frontfrauen und –männer ihre Bevölkerungen stets eindringlichst vor einem möglichen Zerfall der Union und mahnen mit ritueller Inbrunst, bloß das „Richtige“ zu wählen und präsentieren uns dann ihr simples Folge-Wirkungs-Schema, wonach uns ein Zerfall der EU automatisch gleich wieder Krieg zwischen den Nationalstaaten bescheren müsse: Wie schwach muss diese Union inzwischen sein, wenn ihr nicht anderes einfällt, als Angst zu schüren, um alte Kulturnationen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, noch irgendwie zusammen zu halten? Russland hat in seiner Europapolitik notgedrungen eine eigene Strategie gefunden, die Weitblick erkennen lässt: Außenpolitik findet schon heute bevorzugt auf bilateraler Ebene von Nationalstaat zu Nationalstaat statt. Weil die EU als Ganzes Russland als Partner verschmäht, ist Präsident Putin nun gezwungen, sich einzeln mit den Regierungschefs der verschiedenen Nationen zu besprechen. Was ihm im Westen immer als „Spaltung Europas“ ausgelegt wird, sind vielmehr Bemühungen, im Interesse eines sicheren Europas schon heute die Partner von morgen zu gewinnen.
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