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Zeitzeuge, Kategorie: news
Kategorie: news
erstellt: 2019-11-01 von: zeitzeuge

Zu Beginn des Kalten Krieges schrieb der bekannte Schriftsteller George Orwell seinen weltberühmten Roman 1984. Er sah den globalen Überwachungsstaat mittels modernster Informationstechnologien lange voraus. Er zeigte auf, wie die Geschichtsschreibung ständig verfälscht wurde, um den Herrschenden ihre Macht zu sichern. Die Orwellsche Zukunftswelt war dreigeteilt. Den stärksten Block bildete das sogenannte Ozeanien, bestehend aus dem amerikanischen Kontinent, Großbritannien und der Nordhälfte Afrikas. Orwell sagte - fälschlicherweise - die Eroberung ganz Europas durch die Sowjetunion und - richtigerweise - die Begründung eines Eurasiens voraus. Laut seinem Zukunftsszenarium hätte China mit der Gründnung des dritten Blocks Ostasien ebenfalls nach der Weltherrschaft gegriffen. Diese Orwellsche Weltordnung kann, unter neuen Vorzeichen, Wirklichkeit werden. 

Während sich die USA und Europa gerade in politischen Fragen zerstreiten, hat China die Gründung der größten Wirtschaftszone der Menschheitsgeschichte ausgerufen. Ost- und Südasien sollen eine Einheit unter wirtschaftlicher Führung Chinas bilden. Der neue Block vereint fast 50 Prozent der gesamten Weltwirtschaft. Diese Wirtschaftszone sit viel mehr als das von Orwell skizzierte Ostasien. China vereinnahmt mit seiner Seidenstrassenstrategie auch das Territorium der ehemaligen Sowjetunion, sowie Westasien. Somit steht China an der Seite Russlands beim Aufbau eines Groß-Eurasiens. Dieses Eurasien wird ein Bündnis mit Teilen der orientalischen Welt schließen, sicherlich mit dem Iran, der Türkei, Indien und Pakistan. 

Während Orwell in seinem 1949 geschriebenen Roman die USA/Großbritannien, Russland und China als die drei Supermächte der künftigen Welt betrachtete, die sich ständig bekämpfen würden, hat er den aufstrebenden Islam vergessen. Orwells imaginäre Weltkarte müsste heute dahingehend zu berichtigen sein, als dass Amerika die Führungsmacht Europas ist, und Russland, von Europa weggestossen, sich in Asien zu einer Großmacht entwickelt - im Schulterschluss mit China.  Afrika wird niemals Teil Ozeaniens, nach heutiger Sachlage: des Westens, sein. Afrika wird, wie die anderen Kontinente, in den nächsten Jahzehnten ungeheuere Entwicklungen durchmachen und es wird wahrscheinlich der grosse Verlierer der neuen Globalisierung sein. Daraufhin wird der Islamismus in Afrika - vom Nahen und Mittleren Osten her - Fuss fassen. 

Die Welt von morgen wird - wie Orwell es prophezeit hatte - dreigeteilt sein. Einem schwächeren Transatlantischen Block unter US Führung, in den Europa sich integrieren wird, werden Eurasien, im Bunde mit dem neuen Orient, konfrontativ gegenüberstehen.  Der dritte Akteut wird eine neue fundamentalisitische Weltideologie, die hauptsächlich in Afrika basiert, sein. 

Diese neue Welt - manche mögen sie schrecklich nennen - ist jetzt in ihrer Begründung. Die Vorboten sind längst da, man muss sie nur sehen. Die Welt gerät aus den Fugen. In Europa ist die universelle liberale Weltherrschaftsidee gescheitert. Demokratie ist nicht mehr auf dem globalen Vormarsch. Statt einer liberalen Revolution soll jetzt eine ökologische Revolution den Planeten vor Unheil retten. Doch die grüne Heilsidee des Westens wird unweigerlich mit Asien und dem neuen China, das auf seine Art und Weise den größten Kontinent der Erde "kolonisiert" zusammenstossen.  Der Islam wird bald die weitaus größte Religion der Erde sein, während im postmodernen Westen das Christentum allmählich vom Materialismus ganz abgelöst wird. Ein Kulturkampf wird unumgänglich. Die Abbildung der künftigen Weltkarte neben dem Artikel soll zum Nachdenken animieren. Als Orwell seinen Roman schrieb, trennten ihn 35 Jahre vom Datum 1984. Heute exisitiert schon das Buch über das magische Zukunftsjahr 2054, das wird ebenfalls in 35 Jahren erreichen werden.  

Kommentare
2019-11-15 07:27
Der Islamismus ist vor allem dort stark, wo er ein religiöses Vakuum füllen kann. Völlig richtig: Im Westen wird sich der Materialismus zur alles dominierenden Religion mausern, in einer Atmosphäre, wo Menschen aus der Kirche austreten, bloß weil sie ein paar Euro Kirchensteuer zahlen müssen. Landläufig wird die christliche Kirche im deutschen und angelsächsischen Sprachraum heute reduziert auf Zölibat und Kindesmissbrauch – auch ein Verdienst der liberalen auf Atheismus getrimmten Medien. Hier unterscheidet sich Westeuropa abermals vom katholischen (Polen-Litauen, Westukraine) und orthodoxen (Russland, Belarus, Ostukraine und Teilen des Balkans) Osteuropa. Im Abstreifen seiner traditionellen Werte ist gerade Deutschland kulturell und religiös offen wie ein Scheunentor. Alles wird toleriert, nur mit der eigenen nationalen Identität wird gehadert. Und so mancher Materialismuskritiker ist auch im Westen empfänglich für islamistischen Fundamentalismus. Doch schauen wir uns mal an, was gerade mit Afrika passiert. Wird der Schwarze Kontinent wirklich der große Verlierer sein? Seit den Zeiten der Kolonialisierung durch Europa, allen voran England und Frankreich, wird Afrika schamlos ausgebeutet. Zwar sind sämtliche afrikanische Staaten formal unabhängig, aber westliche Konzerne sind bis zum heutigen Tag auf Plünderungszug von Algerien bis ans Kap der Guten Hoffnung. Sie beuten Rohstoffe und Ackerflächen zu Dumpingpreisen aus, entsorgen dort beiläufig unseren Wohlstandsmüll, hinterlassen eine ökologische Katastrophe und die Menschen darben weiter in bitterer Armut – Fluchtursachen zuhauf. Die von EU und USA enttäuschten Nationen Afrikas strecken nunmehr ihre Fühler nach neuen, redlicheren Partnern in der Welt aus. China hat inzwischen erheblichen wirtschaftlichen Einfluss in Afrika gewonnen und auch Präsident Putin hat die Ambitionen Russlands auf dem Schwarzen Kontinent während des ersten Russland-Afrika-Gipfels in Sotschi Ende Oktober bekräftigt und klar formuliert: Es geht um einen Ausbau der Handelsbeziehungen zum beiderseitigen Nutzen – für das gebeutelte Afrika eine völlig neue Erfahrung, in die die Staatschefs des Armenhauses der Welt eine vorsichtige Hoffnung setzen. Sowohl China als auch Russland haben die Chance, Afrika dem Westen aus der Hand zu nehmen, sofern sie Perspektiven für freien Handel zu fairen Bedingungen anbieten. Eine Belebung der afrikanischen Volkswirtschaften würde auch dem Islamismus den Boden entziehen. Gleichzeitig scheinen die USA aber immer größere Teile des auf der Weltkarte weiß (neutral) eingezeichneten Südamerikas unter ihre Kontrolle zu bringen. In seinem Zentralstaat Brasilien ist nach dem Sturz von Präsidentin Rousseff mit ihrem Nachfolger Bolsonaro ein proamerikanischer Staatschef an die Macht gekommen. Kolumbien wird bereits von den USA kontrolliert und nach dem Sturz von Evo Morales wird sich Amerika auch in Bolivien einzuschleichen versuchen, während der russlandfreundliche Maduro in Venezuela ohnehin nur ein Präsident auf Abruf ist. Auch Groß-Eurasien präsentiert sich in Wahrheit nicht so orwellmäßig einheitlich, wie die Weltkarte oben im Beitrag suggeriert. Indien betrachtet die chinesische Expansion nicht ohne Sorge und liegt noch immer im Dauerclinch mit Pakistan wegen der Region Kaschmir. Japan, hier gelb eingezeichnet, ist ein sicherer amerikanischer Faustpfand in Ostasien. Zwar existiert seit 2001 die Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), die aber bei der Eindämmung regionaler Konflikte in Asien noch nicht wirksam in Erscheinung getreten ist. Also, so eindeutig dreigeteilt, wie Orwell glaubte, scheint die zukünftige Weltordnung nicht zu werden.
2019-11-12 12:56
Wie es die USA vermocht haben, sich nach Kriegsende dauerhaft in Europa einzunisten, war gewiss ein Meisterstück. Nachdem sie den Westen des Kontinents freigekämpft, den Westen Deutschlands befreit und mit Marshall-Plan und Care-Paketen hochgepäppelt hatten, brachten sie ihre bestens ausgeklügelte Softpower zum Einsatz: Popkultur, Hollywood und Konsumgüter von Harley bis Hamburger vermochten es, den Westdeutschen über Jahrzehnte ein neues Lebensgefühl einzuflößen, den American Way of Life, dem kontrastiv der als rückständig und gleichzeitig Tod bringend dargestellte Ostblock entgegengesetzt wurde, dessen alleiniges Ziel es war, mit Militärgewalt die Weltrevolution zu erzwingen. Im Genuss des neuen Wohlstands nach dem Wiederaufbau und vor lauter Angst, der böse Russe könnte es ihnen wieder entreißen, krochen die Westeuropäer, allen voran die Bundesdeutschen, freiwillig unter die Fittiche ihrer Schutzmacht. Amerika brauchte seine europäischen Verbündeten nicht einmal mit Mauern und Stacheldraht und rollenden Panzern zusammenhalten, wie es die Sowjetunion mit ihren Satellitenstaaten betrieb. Im Westen reichte es, die Menschen nur nachhaltig amerikanisch einzulullen und antisowjetisch, sprich antirussisch zu traumatisieren. Kaum eine andere europäische Nation hat die amerikanische Lebensart so verinnerlicht wie die (west-)deutsche, und das praktisch von selbst, ohne sicht- und fühlbaren Zwang. Dies ist der Sowjetunion in Mittelosteuropa und der DDR nie gelungen. Zwar gab es Reisen ins sozialistische Ausland, Sportfeste, Jugendbegegnungen, aber alles hatte den faden Beigeschmack des Unfreiwilligen, von oben Aufgezwungenen. Da mag bei dem oder jenen so manches schöne Ereignis im Gedächtnis geblieben sein, aber grundsätzlich war auch im Ostblock der Blick nach Westen gerichtet. Die Sehnsucht nach der trügerischen Freiheit amerikanischer Prägung hat vor allem uns Deutschen die Wahrnehmung vernebelt. Deshalb fällt es uns so schwer, trotz Vietnam, Korea, Afghanistan, Irak und dem aggressiven amerikanischen Drang nach Weltherrschaft über unseren Schatten zu springen, unsere irrational-einseitige Westbindung in Frage zu stellen, die Fronten zu wechseln und uns unserem Nachbarn Russland zuzuwenden. Deswegen hat es Amerika so leicht mit uns. Wenn wir die Orwellschen Prophezeiungen nicht wollen, müssen wir die einzige Alternative für Europa nutzen, die darin liegt, einen eigenen machtvollen Block zu schaffen, eben Europa! Aber nicht verkürzt auf die heutige EU, sondern mit Russland, das dann nicht mehr gezwungen sein muss, sein Heil im Bunde mit China zu suchen. Und das ist auch heute noch möglich. Der Schlüssel dafür liegt in der engen Zusammenarbeit mit Frankreich, da stimme ich Moskurth vollkommen zu. Gemeinsam hätten beide Länder die politische, wirtschaftliche und militärische Kraft, diesen Anfang zu machen, dem sich südeuropäische Staaten bald anschließen würden. Die offenkundigen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Vorzüge würden Polen, Rumänien und dem Baltikum bald die Augen öffnen und die positiven Entwicklungen sichtbar werden lassen. Ein wesentliches Hindernis sind die politischen und militärischen Strukturen in Europa. Am Gängelband der NATO wird so etwas schwierig, zumal die USA eine Entspannung mit Russland nicht wollen und ungelenk Gründe für eine Aufrüstung suchen und unverblümt ihre Regime-Change-Ambitionen kundtun. Und deshalb wäre eine europäisch organisierte Verteidigungspolitik, wie sie Frankreich anstrebt, der erste Schritt zum richtigen Ausweg. Eigenständigkeit beginnt mit militärischer Unabhängigkeit. Europa braucht keinen Schutz durch ein von Amerika dominiertes Militärbündnis. Leider kann Deutschland trotz zur Schau getragener Freundschaft mit Frankreich nicht aus seiner transatlantischen Haut. Deshalb sträubt es sich auch dagegen, dass Frankreich Europa politisch führt. Logisch, wenn wir Amerika und nicht Europa in unseren Herzen tragen. Noch eine Frage an den Autoren Zeitzeuge: Was meinen Sie mit dem Buch über das magische Zukunftsjahr 2054?
2019-11-10 03:26
Europa hat immer noch die Chance, zu erkennen, dass wir mit Russland und China auf derselben Landmasse leben, und beide Teile lassen sich in einer globalisierten Welt ebenso wenig dauerhaft durch einen Eisernen Vorhang voneinander trennen, wie die USA und Mexiko. Orwell hat 1949 noch nicht wissen können, dass wir 70 Jahre später ein durchdigitalisiertes Weltdorf haben werden, auf dem herkömmliche Grenzziehungen nicht mehr funktionieren und drei mächtige Blöcke nicht das letzte Wort einer multipolaren Weltordnung sein können. Die Marotte, auf der ganzen Welt ein liberales System installieren zu müssen, werden die Großmächte USA und China den Europäern bald austreiben, sofern sie nicht schon vorher durch hausgemachte innenpolitische Probleme dazu gezwungen werden. Dass der Liberalismus in der Frage der verstärkten Zuwanderung nach Europa mit allen ihren Konsequenzen hoffnungslos überfordert ist, zeigt sich besonders in den davon betroffenen westeuropäischen Metropolen täglich. Aus der misslichen Lage, in die sich Westeuropa hineinmanövriert hat, kommen wir ohne Pragmatismus nicht mehr heraus. Die sozialen Konsequenzen unserer liberalen Traumtänzerei werden wir in nächster Zukunft spüren, und das wird wehtun. Sind wir denn wirklich dazu verurteilt, uns und nachfolgende Generationen die Logik der Nachkriegsordnung einimpfen lassen zu müssen, wonach Sicherheit und Wohlstand auch weiterhin nur im unverbrüchlichen Bündnis mit Amerika zu erreichen seien? Das durch Faschismus und Krieg zerstörte und von den Alliierten nach 1945 rekonstruierte Deutschland hat dort eine kognitive Blockade. Ganz anders Frankreich, ein Land, das mehrere Jahrhunderte ohne größere Brüche seine Traditionen pflegen und kultivieren konnte und wo es bis heute nicht anrüchig ist, als Bourgeois zu gelten. Wer auf eine französische Eliteschule und danach in die Politik gegangen ist, der hält etwas auf sich und akzeptiert an verantwortlicher Position keine Mittelmäßigkeit für Frankreich und Europa. Die „Idee Frankreich“ mit „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, auch bezogen auf andere Länder, ist nicht tot. Und wenn der Präsident unseres wichtigsten Nachbarn immer wieder Versuche macht, europäische Alternativen zu denken, dann zeigt sich darin der Global Player. Macrons jüngste Äußerungen zur NATO und einer europäischen verteidigungspolitischen Alternative zeigen doch nur, dass Frankreich seine Idee von einem von Amerika emanzipierten Europa – ganz im Sinne de Gaulles – noch nicht aufgegeben hat. Nach dem bewährten Prinzip der 60er, 70er und 80er Jahre, wonach einvernehmlich Deutschland als wirtschaftlicher und Frankreich als politischer Motor Europas gemeinsam die westeuropäische Politik gestaltet haben, hätten unsere deutschen einschlägigen Politiker Macrons Worte sofort instruktiv aufgreifen müssen. Stattdessen wurde er von Frau Merkel und unserer ersten Europäerin, Frau von Leyen, reflexartig transatlantisch und gleichermaßen antieuropäisch abgewatscht, wo beide doch auch die Option gehabt hätten, wenigstens diplomatisch zu schweigen. Vielleicht schafft es Frankreich, Europa neue Impulse zu geben, auch in Richtung Russland und Eurasien. Die neuen moderateren Töne aus Paris geben Grund zur Hoffnung. Wenn Berlin hier weiter blockiert, sollte es sich klar machen, dass dann andere Staaten ihr Europa ohne Deutschland machen. Frankreich wird sich nach Süden Richtung Mittelmeer orientieren, England ist raus und der Osten der EU macht ohnehin immer mehr sein eigenes Ding. Noch vor 15 Jahren hielten Chirac, Schröder und Putin Europa als Ganzes zusammen. Davon geblieben ist nicht mehr als ein Trümmerhaufen. Die amtierende Bundesregierung trägt daran eine schwere Mitschuld.
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