Mittwoch 11 Dezember 2019
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Zeitzeuge, Kategorie: news
Kategorie: news
erstellt: 2019-10-16 von: zeitzeuge

Die USA ziehen sich unter Donald Trump aus dem Mittleren und Nahen Osten zurück. Das goldene Ölzeitalter ist vorbei, der Islamismus einstweilen besiegt. Die USA fördern und verkaufen selbst ihre Energieressourcen, am Persischen Golf ist nichts mehr zu gewinnen. Nur den Schutz Israels werden die USA noch garantieren, ansonsten ist die Zeit der hohen Militärpräsenz der Amerikaner in Afghanistan und dem Irak Geschichte. Die Europäer mögen das kritisieren, doch dann müssten sie selbst in dieser Region militärische Verantwortung übernehmen, wofür sie keine Lust haben. Die Zeiten, als Amerika den großen Schutzschirm über Europa und ihre Verbündeten umspannte und diese, ohne eigene Militärausgaben, diesen Schutz über Jahrzehnte genießen konnten, ist endgültig vorbei. Die EU muss sich entweder um eine eigene globale Streitmacht kümmern und eine eigene, von den USA unabhängige Strategie entwickeln, oder sich ganz US Interessen fügen. Letzteres hieße, die Pax Americana bedingungslos mit zu finanzieren, ohne eigene Wünsche vortragen zu dürfen. Viele westliche Politiker sehen keine andere Option, als den USA weiter zu folgen, auch auf Kosten der eigenen Souveränität. Die europäischen Eliten können sich keine sicherheitspolitische Zukunft ohne die USA ausmalen - so sehr sind sie dem Transatlantismus der Nachkriegszeit verbunden geblieben. Annegret Kramp-Karrenbauer macht als mögliche künftige Bundeskanzlerin gerade vor, wie das geht. 

Wer wird das Vakuum im Nahen und Mittleren Osten füllen, wenn die Amerikaner abziehen? Zweifellos China, das seine Hegemonie über die arabische Welt und Afrika erstrecken wird. Russland wird ebenfalls seine Gestaltungsrolle in dieser Region, in der die ex-Sowjetunion so aktiv war, stärken. Auch Indien, Türkei und der Iran werden die von den USA hingelassenen Lücken füllen. Anders als die USA, brauchen die Eurasischen Staaten die Energie- und Bodenschätze des Mittleren Ostens und Afrikas. Die OPEC ist in der Auflösung begriffen, aber Russland schmiedet gerade mit Saudi Arabien eine neue globale Energiepartnerschaft. Europa sollte da genau hinsehen und nicht den strategischen Fehler begehen, die Aktivitäten der Russen und Chinesen am Persischen Golf zu belächeln. Auch die EU wird in Zukunft Rohstoffe benötigen, auch wenn Öl und Erdgas in Zukunft nicht mehr diese Rolle spielen sollten. Mit welcher Diplomatie wird die EU an die neuen Mächte der multipolaren Welt herangehen? Auf einen neuen arabischen Frühling und Demokratie in Asien und Afrika zu warten, wäre töricht. 

Es fehlt ein strategischer Blick Europas auf das große Ganze. Ja, die EU mag ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump herbeisehnen, auf einen Sturz Johnsons und eine Revision der Brexit-Entscheidung hoffen; die EU mag sich darüber freuen, dass in Italien die Nationalisten verdrängt wurden, dass Griechenland sich vor der Pleite gerettet hat und der Euro wieder stabil ist. Die Deutschen können aufatmen, dass die GroKo nicht zerfällt, wie befürchtet wurde. Man kann in Europa auch darauf hoffen, dass Putin irgendwann einmal geht, die Chinesen wirtschaftlich geschwächt und Erdogan in der Türkei scheitert. Demokratie, Recht, Freiheit, Menschenrechte, Aufklärung, jetzt noch Klimaschutz - das alles muss doch fortgesetzt werden, von Europa in die übrige Welt hineingetragen werden. Wie schön und glücklich wäre dann die Welt. Das wahrscheinlichere Szenarium ist aber ein umgekehrtes, obwohl niemand die Zukunft vorhersagen kann. 

Kommentare
2019-10-27 02:53
Interessant ist, wie geschickt, aber auch mit welch strategischer Herangehensweise sich Russland in kleinen Schritten Einfluss in Nah- und Mittelost verschafft. Präsident Putin zeigt, wie Weltpolitik geht, während Europa einmal mehr nur ganz kleines Karo kann, wie jetzt wieder unsere Verteidigungsministerin mit ihrem ungelenken Versuch, in Nordsyrien eine Waffenruhe zu erwirken. Noch ehe sie mit ihrer Idee einer UN-Mission überhaupt – am Außenminister vorbei – effektiv die Werbetrommel rühren konnte, hat die Türkei zusammen mit Russland eine tragfähige Lösung beschlossen, die sowohl Syrien als auch der Türkei Raum gibt, ihre Sicherheitsinteressen zu wahren und Frieden in dieser fragilen Region wieder möglich macht. Putin und Erdogan fassten pragmatisch, fast generalstabsmäßig diesen Beschluss und zwar, ohne sich vorher langfädelig vom Westen konsultieren zu lassen. Die Botschaft an den Westen aus Sotschi lautet: Wir lösen unsere Probleme effektiver und weniger umständlich ohne euch und wir brauchen euch dazu nicht. Die Art, wie Europa und die NATO einfach außen vor gelassen wurden, hatte schon Schneid. In dieser Debatte kamen sie nicht einmal ansatzweise zum Zuge, auch wenn Stoltenberg und Maas jetzt noch eifrig versuchen, ein paar militärtaktische und mehr oder weniger diplomatische Marginalien zu setzen. Der Friedensprozess in Nordsyrien ist angelaufen, früher, als es dem Westen lieb gewesen wäre. Die russisch-türkische Interessengemeinschaft hat sich erneut als tragfähig erwiesen. Europa spielt in dieser Region kaum mehr eine Rolle, denn Besserwisserei öffnet keine Türen. Fast zeitgleich hat Putin mit Saudi-Arabien eine neue Energiepartnerschaft begründet und spricht inzwischen von einem „befreundeten“ Land, ohne dadurch die besonderen Beziehungen zum Iran zu beschädigen. Ein diplomatisches Glanzstück. Vielleicht schafft er es sogar, die beiden Kontrahenten der Golfregion einander anzunähern, was jetzt möglich wird, da sich der böse Geist der Konfrontation durch den Rückzug der USA aus Syrien endlich verflüchtigen wird. Endlich frei von Konflikt-„Lösungen“ mit Kriegsgetöse und Flugzeugträgern, die nur der Konsolidierung der Pax Americana dienten, könnte endlich ein von Moskau moderiertes modernes Krisenmanagement zur Wirkung kommen, das die Interessen der entscheidenden Territorialmächte berücksichtigt. Welch ein Quantensprung, welch ein zivilisatorischer Fortschritt wäre dies für Nah- und Mittelost! Die Chancen stehen nicht schlecht. Schon das Beispiel Türkei – Syrien beweist: Frieden und Verständigung geht – zunächst einmal – auch ohne Demokratie. Und der geschickten Diplomatie Russlands ist es durchaus zuzutrauen, auch die langjährigen Erzfeinde Saudi-Arabien und den Iran irgendwann an einen Tisch zu bekommen. Wir in Europa brauchen da wirklich keine konkurrierenden Friedensinitiativen mehr zu entwerfen. Wir müssen einfach nur noch andocken!
2019-10-21 20:51
Annika1202, meinen Kommentar habe ich auf eine zentrale Aussage des Autoren fokussiert, nämlich auf die sehr zutreffende Einschätzung „Es fehlt ein strategischer Blick Europas auf das große Ganze“. Und dies hat Ursachen. Und die habe ich herzuleiten versucht. Und ich bekräftige hier noch einmal: Wenn ein Mensch, dessen Lebenslauf ohne die Werte auskommt, die die Natur des Menschen erst ausmachen, dann kann er einem Land und dessen Menschen an führender Position bei der Meinungsbildung in Politik und Medien nicht dienen. Nehmen Sie sich doch mal die Zeit und schauen Sie bei Wikipedia nach, was unsere aktuellen Politgrößen in ihrem Leben bislang so getrieben haben. Sie werden dort nicht viel finden. Konzentrierte, zielgerichtete Arbeit in irgendeinem Fach das man lernen oder studieren kann – Fehlanzeige. Nach Studium oder Lehre ein Praktikum hier, ein Volontariat dort, eine Referentenstelle vielleicht, dann in irgendeine etablierte Partei eingetreten und dort mit verschiedenen Posten betraut langsam aufgestiegen. Ins richtige Horn gestoßen, auf den richtigen Hochzeiten getanzt, ein paar markige Sprüche in den einschlägigen Talkshows zum Besten gegeben und schon wird Mann/Frau Minister oder wenigstens Staatssekretär und bestimmt die Geschicke unseres Landes mit. Das kann doch alles nicht wahr sein! Schauen Sie im Vergleich, was frühere Politgrößen leisten mussten, bis sie ins Kabinett kamen. Wer nicht arbeitet bzw. nicht gearbeitet hat und kein Kind groß gezogen hat, der weiß vom Großen und Ganzen des Lebens gar nichts, hat keine Vorstellung von den universellen Werten, die diese Welt unabhängig von Kultur, Religion und Brauchtum zusammenhalten und eignet sich in dieser Konsequenz nicht für ein führendes Amt in einem modernen Staat. Solche Personen können nicht an der Spitze eines Staates oder Staatenbundes stehen, der weiter in der ersten Liga mitspielen will. Und lassen Sie doch bitte den Marxismus außen vor! Natürlich waren Marx´ Erkenntnisse analytisch scharfsinnig und seine Theorien durchaus einleuchtend, aber eben nur Theorien. Er hat von den Massen gesprochen, aber das Psychogramm des Phänomens „Mensch“ sträflich vernachlässigt. Sie mögen in Ihrem Streben nach alternativen Gesellschaftsmodellen meine Ansichten als ewig gestrig verdammen, aber fast überall auf der Welt erleben wir gerade eine Rückbesinnung auf traditionelle Lebensformen und Menschenbilder. Und nur die Tugenden und Werte, die Europa einst groß gemacht haben, können uns auch heute wieder ins Gleichgewicht bringen und zu seriösen Partnern für die Großmächte der Welt machen. Je eher wir wieder daran anknüpfen, umso besser für uns.
2019-10-21 05:23
Das war ja ein Rundumschlag, Wolgatreidler. Ist die Konsequenz dieser Logik etwa die, dass alle Leute, die nicht arbeiten, Sozialschmarotzer sind, denen man den Mund zu verbieten hat? Zu den Maximen des Marxismus gehörte es, dass der Mensch irgendwann gar nicht mehr zu arbeiten braucht, weil der industrielle Fortschritt soweit vorankommen sollte, dass schließlich die Maschinen für den Menschen arbeiten und sich die Menschen mit Kultur und Bildung beschäftigen können. Wenn heute engagierte Persönlichkeiten das moderne deutsche Sozialsystem dazu nutzen, sich weiterzubilden und interessante gesellschaftliche Konzepte zu entwerfen, dann sollten wir dankbar dafür sein und nicht gleich alles als weltfremd und undurchführbar verwerfen. Mit Ihrer Diffamierung unserer Parlamentarier beleidigen Sie Millionen Wählerinnen und Wähler, die für diese Frauen und Männer ihre Stimme abgegeben haben. Sie mögen es ja belächeln, dass die Europäische Union weltweit für Demokratie und Menschenrechte wirbt. Aber fortschrittliche Gedanken sind oft sehr spät erst von der Gesellschaft aufgegriffen worden und so mancher Philosoph hat die Umsetzung seiner Theorien nicht erleben dürfen. Wir sollten da ruhig etwas mutiger sein und unsere „Weltverbesserer“ nicht von vornherein verteufeln.
2019-10-20 19:21
Die Polit-Eliten in Europa, insbesondere in Deutschland, haben sich von der weltpolitischen Realität inzwischen soweit abgekoppelt, wie einst die kommunistischen Regime Osteuropas Ende der 80er Jahre. Hier bastelt sich eine kleine, aber innerhalb Europas sehr einflussreiche lebensfremd-überspannte Gruppe von eingebildeten Weltverbesserern in ihrer Traumfabrik ein Paralleluniversum zusammen, das kaum noch Berührungspunkte zur Außenwelt hat. Dort werden dubiose Sozialtheorien als „Werte“ ersponnen, die im eigenen Land überhaupt nicht gelebt werden, garniert mit diversen pseudoökologischen Prestigeprojekten. Mit dem penetranten missionarischen Eifer eines geradezu autistisch anmutenden Sendungsbewusstseins gehen diese verirrten Seelen dann auf den Rest der Welt los, der nicht anders kann, als sich kopfschüttelnd abzuwenden, bestenfalls mit dem verständnisvollen Schmunzeln des geduldigen Papas, der wartet, bis seine Sprösslinge endlich aus ihrer pubertären Trotzphase raus sind und letztlich zur Vernunft kommen werden. Das Irrationale hat Hochkonjunktur: Anstatt etwa den Zustrom russischen Gases und Erdöls zu forcieren oder wenigstens die Atomkraftwerke – und hier ist uns Frankreich voraus – zu modernisieren, um als Industriestandort mit günstiger Energie weiterhin auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig produzieren zu können, stellt sich Deutschland Zehntausende von Windrädern hin und beschwört die „Energiewende“. Das westeuropäische Toleranz-Gedusele und die Vergenderung lösen nicht nur in den kulturell weiter entwickelten Staaten dieser Welt größtes Unverständnis aus, sondern auch unter den Migranten aus Nah- und Mittelost, die unser liberales Familienbild abstoßend finden und sich respektlos dazu äußern – wer mag es ihnen verdenken? Jenseits der EU, insbesondere in Russland, wundern sich die Menschen darüber, wie alte Kulturnationen gegenwärtig mit solcher Vehemenz dabei sind, sich selbst abzuschaffen. Dort findet Europa vor allem nur noch Anerkennung dank seines kulturellen Erbes, seines immer noch beachtlichen industriellen Fortschritts und seiner Wirtschaftskraft, die jedoch nicht nur die Leistung unserer Epoche ist. Der Wohlstand mit seinen sozialen Annehmlichkeiten, das weiche Kissen, auf dem sich die steuergesponserten Kostgänger in den Parlamenten und Redaktionsstuben unserer Tage ausstrecken können, um in ihrem Wolkenkuckucksheim abgeschirmt von den Mühen und Zwängen des Alltags ihre seltsamen Ideen zu ersinnen, gründet auf den Anstrengungen und dem Pragmatismus der Kriegs- und Nachkriegsgeneration bzw den Traditionen vergangener Jahrhunderte. Wenn die Menschen in Deutschland diesen ererbten Speckgürtel nicht hätten, sondern sich ihren Lebensunterhalt hart arbeiten müssten, wie das in Russland aber auch in den Ländern Mittelosteuropas der Fall ist, dann könnten sie auch Erfahrungen nutzen, der gesunden Menschenverstand und Pragmatismus für strategische Erwägungen ermöglichen. Ich spreche nicht von dem einzelnen Bürger, der auch in Westeuropa im Schweiße seines Angesichts sich seinen bescheidenen Wohlstand täglich neu erarbeiten muss, sondern von jenen derzeit Westeuropa und vor allem Deutschland lähmenden Biografien, die ohne einen Finger krumm gemacht zu haben, in den Parteizentralen ihr ideologisches Unwesen treiben und dabei gar nicht mehr einzuschätzen in der Lage sind, dass sie den materiellen Wohlstand, der ihnen den ganzen Komfort für ihren gesinnungsethischen Luxus bietet, selbst gar nicht erarbeitet haben. Mehr noch: Sie verachten ihre eigene Geschichte. Hier könnten wir wenigstens von Frankreich oder Polen lernen. Wer in Europa meint, man könne die Dinge zu seinen Gunsten so lange aussitzen, bis die Welt auf die Segnungen des europäischen Fortschritts endlich anspringt, der sollte wissen, dass Russland, China und Amerika mit solch einer Mittelmäßigkeit nicht zu regieren wären. Zu propagieren, man müsse den Großteil der Welt so lange bekehren, bis sich alles nach unseren Wünschen fügt, wäre naiv und grob fahrlässig. Die Zeit läuft gegen Europa, wir verlieren immer mehr den Anschluss, denn die Romantik auf dem ethnisch kunterbunten und ökologisch immergrünen Weltdorf, auf dem sich alle lieb haben, wird es niemals geben.
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